Resolution fast einstimmig Stadtrat fordert Erhalt von Galeria Karstadt Kaufhof

Die Karstadt-Filiale in Bayreuth. Foto: picture alliance / dpa | David Ebener

Der Bayreuther Stadtrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit Nachdruck für den Fortbestand des Galeria-Standorts in der Bayreuther Innenstadt ausgesprochen und auf dessen Stärken verwiesen. Hierzu hat das Gremium eine Resolution verabschiedet, in der die Konzernführung der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH aufgefordert wird, das Bayreuther Traditionshaus zu modernisieren und die Chancen, die der Standort Bayreuth bietet, zu nutzen.

Galeria Karstadt Kaufhof soll auch in  Zukunft die Fußgängerzone prägen. Diesen Wunsch der Stadt  Bayreuth hat der Stadtrat am Mittwoch (25. Januar 2023) durch die Verabschiedung einer Resolution zum Erhalt des Standortes mit Nachdruck verdeutlicht.

„Wir wissen alle, wie wichtig es ist, mit allen Möglichkeiten dafür zu appellieren, dass der Standort Bayreuth sehr wichtig ist“, sagt Frank Hofmann. Der BG-Fraktionsgeschäftsführer hatte per Dringlichkeitsantrag die Verabschiedung der Resolution gefordert.  Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU)   unterstützt das Anliegen und   wirbt gestern  dafür, die  Dringlichkeit des Antrags anzuerkennen. „In ein paar Monaten sind die Beschlüsse bereits gefallen.“ Im Resolutionstext fordert der Stadtrat die  Konzernführung der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH auf, das Traditionshaus zu modernisieren und die Chancen, die der Standort Bayreuth biete, zu nutzen. „Seit über 60 Jahren ist das heutige Kaufhaus Galeria  an prominentester Stelle in der  Innenstadt vertreten“, heißt es. Der Einzelhandelsgroßbetrieb – das frühere Hertie-Kaufhaus – habe eine herausragende Funktion für  Kunden aus Bayreuth und dem oberzentralen Einzugsbereich, der sich über weite Teile Ostoberfrankens und der nördlichen Oberpfalz erstrecke und mehr als 250 000 Einwohner umfasse.

Das vielfältige Sortiment unter einem Dach, das  sich von spezialisierten Geschäften, Boutiquen und Fachmärkten unterscheide, werde geschätzt. Darauf würden auch   hohe Passanten-Frequenzzahlen im Umfeld des Kaufhauses hindeuten. Wörtlich heißt es: „Durch seine Lage zwischen  Fachgeschäften entlang der Maximilianstraße, der  zentralen Omnibushaltestelle und dem Rotmain-Center hat Galeria eine verbindende und anziehende Rolle und stellt nach wie vor die Mitte der Bayreuther 1a-Lage dar.“

Wie berichtet, soll es eine Streichliste geben, wonach 60 von 131 Standorten der Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof geschlossen würden. Auch Bayreuth, Bamberg und Coburg sollen genannt sein. Deshalb will der Bayreuther Stadtrat  mit der Resolution die Vorzüge des Standorts betonen. Die einzige Gegenstimme kommt  von Stefan Schlags (Grüne). Er fordert, den Satz, in dem auf das Rotmain-Center hingewiesen wird, zu streichen. „Wir kommen nicht drumherum, Fehlentscheidungen aus der Vergangenheit mitzudenken. Deshalb sollten wir den Begriff Rotmain-Center nicht aufkommen lassen.“ Was er mit  „Fehlentscheidungen“ genau  meint, wird  nicht klar.

Alle anderen Stadträte folgen dem Resolutionstext, der auch  darauf hinweist, dass  ein  Rückzug des Einzelhandelsflaggschiffs „eine Negativ-Spirale unbekannten Ausmaßes in Gang setzen“ würde. Dabei werde der Standort durch die Pläne des Einzugs von Rewe im Untergeschoss an  Attraktivität gewinnen. Die Resolution endet  mit dem Satz:  „Der Stadtrat  appelliert eindringlich, diese positiven Rahmenbedingungen zu nutzen.“

 

Abschließend heißt es in der Resolution: „Der Stadtrat Bayreuth appelliert daher eindringlich, diese positiven Rahmenbedingungen zu nutzen, das Bayreuther Traditionshaus zu modernisieren und die Chancen, die der Standort Bayreuth bietet, zu nutzen.“
 

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