So selbstverständlich war das nicht, den Kinderwunsch mit Blick auf den Traumberuf auch Wirklichkeit werden zu lassen. „Noch heute bin ich meinen Eltern dafür dankbar“, sagt Pschorn, die im September 64 wird und dann in die Freistellungsphase geht, ehe nächstes Jahr der offizielle Ruhestand wartet. Weil es für sie als Vertriebene aus dem Sudetenland schon ein finanzieller Kraftakt war, die Tochter aufs Gymnasium zu schicken und ihr dann auch noch ein Studium zu ermöglichen. An ihrem Wohnort Waischenfeld gab es kein Gymnasium. So musste sich nach Bamberg, zu den „Englischen Fräulein“. Und lebte dort im Internat. Einfach war alles nicht, sagt sie.