Angenommen, eine Frau erleidet einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Ihr Mann ruft den Rettungsdienst. Dann darf es laut bayerischem Rettungsdienstgesetz zwölf Minuten dauern, bis dieser vor Ort ist. "Nach zwölf Minuten ohne Sauerstoff ist das Gehirn der Frau aber tot", sagt Richard Knorr, Kreisbereitschaftsleiter des Kreisverbands Bayreuth des Bayerischen Roten Kreuzes. Sind die Helfer vor Ort schon nach wenigen Minuten bei ihr, können Sie das verhindern. Ein Dienst, der nicht nur den Patienten hilft, sondern - das betrachtet Knorr ganz nüchtern - auch das Gesundheitssystem finanziell schont, weil Langzeitschäden vermieden werden. "Aber das interessiert keinen", schimpft Knorr.
"Als
"Es ist wirklich viel Arbeit, aber ich finde es toll, wenn ich anderen helfen kann. Die meisten Einsätze gehen ja gut aus. Einmal habe ich mir während der Anfahrt riesige Sorgen gemacht, weil ich wusste, dass es um ein Kind geht. Letztendlich hatte es zum Glück nur heftige Bauchschmerzen. Wenn Kinder betroffen sind, geht mir das oft nahe, und Motorradunfälle, die finde ich auch schlimm, weil ich selbst Motorrad fahre. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich an diese Belastung und wenn mich etwas wirklich mitnimmt, rede ich mit den Kollegen darüber."
"Man muss in diese Arbeit hineinwachsen, schließlich erlebt man schon immer mal wieder belastende Situationen. Aber wenn man ein paar Mal mit einem erfahrenen Kollegen mitfährt, merkt man schnell, ob das was für einen ist oder nicht. Mir macht die Arbeit Freude. Am schönsten ist es, wenn man den