So ein mehrstündiger Opernbesuch macht hungrig. Und entgegen der gängigen Vorstellung stillt mancher Festspielbesucher seinen Hunger ganz ungezwungen: Er packt in den Pausen mitgebrachte Leckereien aus dem Kofferraum aus und macht es sich – zuweilen sogar mit Campingtisch, Klappstühlen und Sektgläsern ausgestattet – auf dem Parkplatz gemütlich. Nicht für alle muss es Rinderfilet für 39 Euro oder Raukesalat mit pochiertem Ei für 27 Euro sein. Einige der Menschen, die der Kurier beim Picknick gesprochen hat, machten keine Hehl daraus, dass sie die Preise der Festspielgastronomie der Hotelkette Steigenberger für überzogen halten. „Die Gestaltung des Angebots und der Preise liegt gemäß derzeitigem Pachtvertrag alleine im Entscheidungsbereich des Pächters“, teilt Holger von Berg, der geschäftsführende Direktor der Festspiele Bayreuth GmbH, mit. Der Vertrag mit Steigenberger besteht seit 1976, wurde mehrfach verlängert und läuft aktuell bis 2020. Für die Festspiele ab 2021 soll es eine öffentliche Ausschreibung geben.




