Wieder chancenlos Medi-Team verliert gegen Würzburg 79:88

Kaum ein Vorbeikommen gab es für Reid Travis (links) an Luke Fischer. Auch beim Pick-and-Roll bereitete der Würzburger Center den Bayreuthern große Probleme. Foto: Peter Kolb

BASKETBALL. Medi Bayreuth hat auch das vierte Pflichtspiel dieser Saison verloren. Was der Endstand von 79:88 (38:47) im Bundesliga-Heimspiel gegen S.O. Würzburg erneut nicht ausdrückt – einmal mehr war die Mannschaft von Trainer Raoul Korner nahezu chancenlos.

 

Der Schlussspurt vom 64:80 (35.) zum 74:81 (39.) kam einfach zu spät und war letztlich auch nicht nachhaltig genug, um der Partie noch eine Wende geben zu können. Initiator war ausgerechnet der viel gescholtene Evan Bruinsma, der alle seine zwölf Punkte im letzten Viertel erzielte. Nachdem er per Dreier auf 72:81 gestellt hatte, vergab er jedoch ebenso eine weitere Chance wie nach seinen beiden Freiwürfen, mit denen er den Rückstand auf sieben Zähler verkürzte.

Doch wenn einmal so etwas wie Hoffnung aufkam, antworteten die Würzburger meist mit einem offenen Dreier oder Pick-and-Roll-Punkten von Johannes Richter und vor allem des frischgebackenen Vaters Luke Fischer. Der von den Bayreuthern nie in den Griff zu bekommende Center hatte am Ende ohne Fehlwurf aus dem Feld (7/7) mit 16 Zählern und zehn Rebounds nicht nur ein Double-Double zu Buche stehen, sondern zudem auch noch sechs Assists und fünf Blocks. Ein Korbleger des Topscorers Cameron Wells (22 Punkte) und ein Pass ins Nichts von Lukas Meisner besiegelten schließlich die Niederlage des Medi-Teams.

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Probleme mit Luke Fischer

Zwar war es den Bayreuthern zum ersten Mal in dieser Saison gelungen, die ersten Punkte einer Partie zu erzielen. Nach dem Dreier von Bryce Alford, der sich anschließend zwei Ballverluste leistete, machten sie es dem Gegner defensiv aber einmal mehr viel zu einfach. Neun der ersten 17 Würzburger Zähler gingen auf das Konto von Skyler Bowlin, fünf steuerte Luke Fischer bei. Der Center schaffte zudem Räume für die Schützen, verteilte die Bälle und glänzte defensiv bereits im ersten Viertel mit drei Rebounds und zwei Blocks.

Das Medi-Team hingegen hatte schon bei Einwürfen Probleme, den Ball überhaupt ins Spiel zu bringen. Dass das von Raoul Korner ausgegebene Ziel, die ersten fünf Minuten zu gewinnen nicht deutlicher verfehlt wurde als mit 13:17, lag nach dem 7:17-Start und anschließender Auszeit an James Robinson, der per Dreipunktspiel und Dreier punktete.

Victor Rudd ersetzt Noah Allen

Nach fünf schnellen Würzburger Zählern zum 22:13 kam erstmals Victor Rudd auf das Parkett. Die Gäste hatten den wie Fischer Euroleague-erfahrenen Power Forward (Maccabi Tel Aviv, ZSKA Moskau) erst kurz zuvor verpflichtet, nachdem der Zwei-Monats-Vertrag mit Noah Allen bereits eine Woche früher als geplant beendet worden war. Weil zudem Brekkott Chapman (Meniskusriss) fehlte, warteten die Unterfranken als zweite Überraschung mit Rytis Pipiras auf. Während Rudd noch deutlichen Trainingsrückstand erkennen ließ, steuerte der Litauer immerhin fünf Punkte bei. Tags zuvor hatte er für das Würzburger ProB-Team 28 Zähler erzielt.

Hätte sich Joshua Obiesie beim Dunkingversuch nicht verstopft, wäre der Bayreuther Rückstand zur ersten Viertelpause noch höher ausgefallen als 17:28, obwohl die Würzburger Scharfschützen Jordan Hulls und Florian Koch bis dahin nicht getroffen hatten. Sehenswert war dafür Hulls’ 250. BBL-Dreier zu Beginn des zweiten Abschnitts.

Lucky Jones verletzt sich

Die von Lucky Jones auf das Feld gebrachte Energie in der Defensive konnten seine Teamkollegen nach dessen Ausscheiden wegen einer Knieverletzung nur kurzzeitig aufrechterhalten. Offensiv machten die Bayreuther zu diesem Zeitpunkt mehr Tempo und verkürzten kurz vor der Halbzeit auf 38:43. Doch Würzburg fand wieder zu seinem einfachen Spiel zurück und war letztlich einfach das bessere Team. Im dritten Viertel wuchs der Vorsprung sogar auf 20 Punkte an (65:45/28.).

 

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