Bayreuth - Es war eine spontane Idee, mit der Stefanie Will einen Nerv getroffen hat. Bei den Landwirten aus Stadt und Region. Aber auch genau bei denen, denen die Landwirte eine Freude machen wollten: Bei den Menschen aus Stadt und Region. Mit ihrer Advents-Rundfahrt haben die Landwirte, rund 30 Traktoren und Unimogs waren gekommen, vielen Schaulustigen – natürlich allen voran den Kindern – eine große Freude gemacht.

Organistaorin ist „wahnsinnig aufgeregt“

Der erste Traktor steht schon um 17.45 Uhr am Luitpoldplatz: Blinkende Lichterketten spannen sich über den großen Traktor. Auch die ersten Familien kommen, Corona-konform mit Maske. Aber: Man sieht die Augen leuchten, viele recken die Daumen in die Höhe, als die nächsten kommen, angeführt von der Initiatorin Stefanie Will aus Röthelbach bei Bindlach, die wenige Minuten vor 18 Uhr einbiegt und sechs, sieben liebevoll geschmückte Weihnachts-Botschafter auf Stollenreifen im Schlepptau hat. „Wahnsinnig aufgeregt“, sei sie, sagt Stefanie Will im Gespräch mit dem Kurier. „Mir ist fast ein bisschen schlecht.“

„Eine super Idee!“

Dann geht es Schlag auf Schlag: Ein Traktor nach dem anderen kommt, reiht sich ein, stellt sich gegenüber der Sparkasse und auf dem La-Spezia-Platz in die Reihe. „Super Idee“, ruft eine Passantin Stefanie Will zu. Ein Papa mit Kind auf dem Arm sagt: Man merkt einfach, die Leute brauchen so etwas in der Zeit.“

Einmal um den Ring

Pünktlich um 18.30 Uhr rollt der Konvoi los, hupend, musikalisch untermalt mit Weihnachts-Krachern, die aus so manchen Boxen kommt. „Einmal um den Ring geht es, dann über die Hochbrücke raus bis zur Bärenhalle, unserer letzten Station“, sagt Stefanie Will. Am Hohenzollernring und am Wittelsbacherring haben sie fast so viele Zuschauer wie am Luitpoldplatz, die ein bisschen Weihnachtsluft geschnuppert haben in dieser besonderen Vorweihnachtszeit.