Ungebrochene Resonanz Medi Bayreuth freut sich über mehr als 2000 Dauerkarten

Trotz zahlreicher Dauerkarten: So dicht werden die Tribünen der Oberfrankenhalle in der kommenden Saison bei Heimspielen von Medi Bayreuth nicht besetzt sein. Foto: Peter Kolb

BASKETBALL. Trotz der großen Unsicherheiten bezüglich der kommenden Saison wegen der Corona-Krise halten die Fans nahezu uneingeschränkt zu Medi Bayreuth. So entschieden sich über 90 Prozent der bisherigen Dauerkartenbesitzer dafür, ihr Abonnement nicht zu kündigen, und geben dem Klub damit zumindest etwas mehr Planungssicherheit vor dem Bundesligastart, der am Wochenende um den 6. bis 8. November erfolgen soll.

Bei den reinen Fan-Tickets bedeutet das im Vergleich zur Vorsaison zwar einen Rückgang um etwa 150 auf knapp 1600, doch Geschäftsführer Björn Albrecht zeigt sich ob dieser „extrem positiven Resonanz“ begeistert: „Das ist ein unglaubliches Signal und in der Situation überragend, auch im Vergleich zu anderen Klubs. Letztes Jahr hatten wir ungefähr 1700 verkaufte Dauerkarten, mit Sponsoren- und VIP-Tickets etwa 2300. Jetzt sind es 2000 bis 2100.“

Kaum eine Chance ohne Dauerkarte

Fakt ist: Ohne Dauerkarte wird es schwer sein, in der kommenden Saison überhaupt ein Spiel live in der Oberfrankenhalle verfolgen zu können. Noch ist sogar fraglich, ob wegen der Abstandsregeln wenigstens alle Besitzer eines Saisontickets bei allen Heimspielen dabei sein können. Momentan arbeitet Medi Bayreuth mit dem Gesundheitsamt und dem Klinikum an einem Hygienekonzept, um mit diesem die Wiederzulassung von Zuschauern zu beantragen. Dazu gehört neben einem Lüftungsgutachten auch eine Wegeleitplanung, die Einlasssituation, Gastronomie und Toilettennutzung.

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„Wir hoffen auf eine Kapazität von 40 bis 50 Prozent“, sagt Albrecht. Bei 3400 Plätzen wären das 1360 bis 1700 Zuschauer. Für den Fall, dass nicht alle Dauerkarteninhaber Platz finden sollten, verspricht der Geschäftsführer eine „faire und transparente Lösung, in die wir die Fans rechtzeitig einbinden werden“. Und: „Wir werden um jeden einzelnen Fan kämpfen.“ Zumal sich die Situation auch während der Saison jederzeit ändern kann. „Die Nutzbarkeit hängt sehr stark vom Infektionsgeschehen ab. Für jedes Spiel gibt es eine Sieben-Tage-Inzidenz für Bayreuth und die angrenzenden Landkreise.“

Amerikaner mit Einreiseproblemen

Ein weiteres Problem, das sich derzeit abzeichnet, ist die Einreise der amerikanischen Spieler. Bis zum Trainingsstart am 24. August gilt es noch einiges zu organisieren. „Wir stehen in Kooperation mit anderen Klubs im intensiven Austausch mit der Zollbehörde, der Bundespolizei und dem Bundesinnenministerium“, erklärt Albrecht. „Wir brauchen behördliche Unterlagen, dass ein berechtigtes wirtschaftliches Interesse vorliegt, es sich um eine relevante Berufsgruppe handelt und es zeitlich nicht aufschiebbar ist. Das ist deutlich komplexer als in den vergangenen Jahren.“ In der „incoming week“ vom 17. bis 22. August sollen dann zwei Testungen erfolgen.

Mit dem weiter im Medi-Trikot auflaufenden Nate Linhart sowie den Neuzugängen Dererk Pardon (Grissin Bon Reggio Emilia), Matthew Tiby (Gießen 46ers), Frank Bartley (CBC Valladolid) und Ryan Woolridge (Gonzaga Bulldogs) sind bekanntlich fünf der sechs zur Verfügung stehenden Ausländerstellen bereits vergeben. „Ob und wann wir noch jemanden verpflichten, werden die nächsten Tage ergeben“, sagt Albrecht, wobei es keinen zeitlichen Druck gebe. „Im Vergleich zu anderen Klubs haben wir einen gewissen Vorsprung. Wenn, dann sollte die einzige offene Stelle bis zum Start des Pokalwettbewerbs besetzt sein.“ Der ist für das Wochenende 17./18. Oktober terminiert.

INFO: Dauerkartenbestellungen sind jederzeit online möglich. Es bleibt bei dem Modell, dass nur die Spiele berechnet werden, bei denen man auch tatsächlich in der Halle dabei sein konnte.