„Shakespeare ist so unglaublich stark, weil man das Gefühl hat, die Geschichten sind zwar vor 400 Jahren geschrieben, aber leider oder gottseidank heute noch immer gültig“, sagt Birgit Franz. „Man entdeckt doch auch heute immer mehr Leute an der Spitze, die ihre Macht missbrauchen.“ Birgit Franz hat das Personaltableau des Fünfakters von über 30 auf 24 verringert, verteilt auf acht Darsteller, mit Sigurd Sundby als Macbeth (zuletzt als Saladin im „Nathan“ zu erleben) und Claudia Iberle als Lady Macbeth (zuletzt in der Titelrolle der Iphigenie). Was die Studiobühnen beim Proben erleben, ist die Dynamik des Machtspiels, wie die Maschine mehr und mehr Fahrt aufnimmt, um sich am Ende in ihre Einzelteile zu zerlegen.