"Markt erzeugt Besucherstrom"
„Das ist gegeben, weil der Markt für sich genommen einen beträchtlichen Besucherstrom erzeugt, der die bei einer alleinigen Öffnung der Verkaufsstellen zu erwartende Zahl der Ladenbesucher übersteigt. Je größer also die Ausstrahlungswirkung des Marktes wegen seines Umfangs oder seiner besonderen Attraktivität ist, desto weiter reicht der räumliche Bereich, in dem die Verkaufsstellenöffnung noch in Verbindung zum Marktgeschehen gebracht werden kann.“
Schriftliche Erklärung von Bürgermeister Uwe Raab
Bürgermeister Uwe Raab erklärt, weshalb die Marktverordnung die Einkaufsmärkte an der Nürnberger Straße miteinbezieht: „Die Jahrmärkte in Pegnitz ziehen seit Jahrzehnten zeitweise über 10 000 Besucher an. Beim vergangenen Markt waren über 100 Stände unterschiedlichster Waren vorhanden. Der Markt ist die Hauptsache, die Sonntagsöffnung der Geschäfte der ’Nebeneffekt’. Für die festgelegte Gebietskulisse spricht auch die Strukturanalyse des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Pegnitz 2030 (ISEK, Anmerkung der Redaktion)."
"ISEK als Handlungsgrundlage"
"Das ISEK soll als Entscheidungs- und Handlungsgrundlage für die zukünftige Entwicklung der Stadt Pegnitz dienen. Von 2001 bis 2014 lassen sich erhebliche Veränderungen der Einzelhandelsstrukturen identifizieren. Insgesamt hat sich die Zahl der Einzelhandelsbetriebe von damals 124 auf heute 108 (minus 13 Prozent) verringert. Auch ist die Verkaufsfläche in diesem Zeitraum rückläufig, wenn auch nicht ganz so stark (minus 5 Prozent). In der Innenstadt ist ein starker Rückgang in der Anzahl der Geschäfte von damals noch 80 auf heute nur mehr 54 zu konstatieren. Die Verkaufsflächen der historischen Innenstadt mit K&P, PEP sowie Schloßstraße Nord sind in diesem Zusammenhang von 2001 bis 2014 um 51 Prozent zurückgegangen, während sie im gleichen Zeitraum im Bereich der Ortsdurchfahrt Bundesstraße 2 um 38 Prozent angestiegen sind."
"Starker Anstieg an der Bundesstraße"
"Im selben Zeitraum ist an der Bundesstraße, mit den Fachmarktzentren in innerstädtisch integrierter Lage, nach dem ISEK beziehungsweise dem SEEK (Städtebauliches Einzelhandelsentwicklungskonzept, Anmerkung der Redaktion), ein starker Anstieg in der Anzahl der Betriebe von damals noch 26 auf heute 44 zu verzeichnen. Dieser geht auf die Betriebe im 2005 eröffneten Admira-Center und im Ende 2013 neu eröffneten Wiv-Center zurück."
"Innenstadt-relevante Sortimente übernommen"
"Fußläufig von der Hauptstraße sind die, entlang der Bundesstraße 2 gelegenen, Geschäfte erreichbar. Es ist zulässig, dass die Ausstrahlungswirkung des Marktes mit mehreren tausend Besuchern auch auf die in den letzten Jahren entstandenen Einzelhandelsgeschäfte greift. Noch dazu, weil diese das Innenstadt-relevante Sortiment zum Teil übernommen haben. Von dieser Wirkung können und sollen die Ladengeschäfte profitieren.“