Aber eine Sensation sei das schon schon irgendwie.Wie man diese für den Tourismus nutzen kann, sei noch offen. Er könne sich vieles vorstellen: „Von der Einbindung in den ganz normalen Führungsweg für Besucher über einen Veranstaltungssaal bis hin zu einem zweiten Raum in Sachen Höhlentherapie.“ Das wiederum hängt unter anderem vom Radon-Gehalt der Luft wie des Lehms in der Höhle ab – „vielleicht lässt sich der als Heil-Lehm nutzen, der hilft bei vielen Hautkrankheiten“, sagt Betko.
Doch zunächst haben die Wissenschaftler das Wort, die Boden-, die Naturkundler. Wie viel Geld da für welches Forschungszwecke aus welchen Töpfen fließt, „werden wir sehen, da hat jetzt der Zweckverband das Wort“, sagt Bürgermeister Frühbeißer.
In dieser Form selten
Vielleicht finden sie „ja auch Artifakte wie Malereien oder Knochen“, hofft Betko. Und fügt hinzu, dass es hier zwar keine großartigen Tropfsteingebilde zu bewundern gibt. Aber sehr wohl durch das stetige Tropfen erzeugte blumenartige Bodenstrukturen, „wie es sie in dieser Form selten gibt“.
Und, so Nägerl und Betko, der Raum entstand über Millionen von Jahren hinweg durch einen unterirdischen Flusslauf. Da gebe es sicher eine Fortsetzung. Und damit sicher wohl auch weitere Räume, die es noch zu entdecken gilt.
„Das dürfte Forscher noch über Jahrzehnte beschäftigen“, sagt Betko. Doch erst einmal wollen und seine Kollege weitermachen. „Solange ich kann und solange ich lebe, bin ich mit dabei“, meint der 80-jährige Nägerl.