Eine kurze Diskussion gab es auch über die energetische Sanierung des Gemeindezentrums Emtmannsberg. Eigentlich müsste die Gemeinde das Dach erneuern, doch das Kommunalinvestitionsprogramm (KIP), aus dem Emtmannsberg 297.000 Euro Zuschuss bekommen soll, deckt nur die Dämmung der Außenhaut und der Decke ab. Norbert Jäger hält es für sinnlos, unter einem kaputten Dach zu dämmen. Und auch Bürgermeister Kreil sagte, dass es möglicherweise sinnvoll sei, eine isolierende Dachhaut zu verwenden und diese selbst zu bezahlen.
Gerald Schreiner (BBE) hält die geplanten Ausgaben für den Städtebau mit 70.000 Euro in diesem und 170.000 Euro im kommenden Jahr für zu niedrig angesetzt. „Wenn man an die ganzen notwendigen Maßnahmen denkt, ist damit nicht viel getan.“ Kreil versprach, nochmal mit VG-Kämmerer Marco Böhner zu sprechen. Noch in diesem Jahr soll unter anderem das Anwesen Vogel im Schlosshof abgerissen werden.
Was der Gemeinderat sonst noch besprach
Bürgerstiftung: Emtmannsberg hat nun auch eine Bürgerstiftung. 10.000 Euro Eigenkapital waren dafür die Voraussetzung. 5000 Euro stiftete die Sparkasse, neun Emtmannsberger stifteten weitere 5750 Euro. „Damit ist die Gründung möglich“, sagte Gerhard Herrmannsdörfer (HBL), der bei der Sparkasse für Stiftungen zuständig ist. Das Geld kann für verschiedene Zwecke eingesetzt werden, etwa Jugend- und Altenhilfe, Kunstförderung, Bildung, Naturschutz oder Heimatpflege. In diesem Jahr rechnet Herrmannsdörfer mit einem Ertrag von 150 Euro.
Der Name der Stiftung lautet „Bürgerstiftung Emtmannsberg“. Markus Gräbner (UBL) hatte sich gewünscht, dass im Namen das Wort „Gemeinde“ vorkomme, „sonst muss ich jedem erklären, dass nicht nur der Kernort gemeint ist“. Doch das könnte die Menschen abschrecken, sagte Herrmannsdörfer: „Die Bürger spenden lieber an eine Stiftung, bei der sie mitbestimmen dürfen, als in den Gemeindehaushalt.“ Mittlerweile wurden im Landkreis 13 Bürgerstiftungen gegründet.
Sitzungsunterlagen: Gerhard Franke (BBE) bat darum, die Sitzungsunterlagen wieder mit der Ladung zu versenden, „damit man sie in Ruhe durchlesen kann“. Stefanie Gebhardt (BBE) betonte ebenfalls, dass sie sich gerne vorbereiten „und nicht planlos in die Sitzung reingehen“ wolle. Bürgermeister Thomas Kreil antwortete, dass die Verwaltung ihr Bestes tue, um rechtzeitig zu liefern, „aber sie sind auch nur Menschen“. Zudem erwarte er von einem Gemeinderat, dass er sich innerhalb von drei Tagen in ein Thema einarbeiten könne.