Hausschwamm Graserschule sitzt auf gepackten Koffern

Seit Jahren wartet man an der Graserschule auf die dringend notwendige Sanierung, sagt Schulleiterin Hannelore Aas. Foto: Eric Waha

BAYREUTH. Es zieht sich schon Jahre. Und es ist ungewiss, wann es denn nun tatsächlich losgehen wird mit der Sanierung der Graserschule. Die hätte eigentlich um Ostern herum beginnen sollen. Doch dann kommt ein Hausschwamm dazwischen, der die Deckenbalken in dem Trakt zur Kanalstraße schwächt. Eine Schule auf gepackten Koffern.

Eigentlich war alles schon geritzt. Schon in den Sommerferien im vergangenen Jahr sind die ersten Teile der Schule umgezogen. Ganztagsbetreuung und Küche mussten raus aus dem Flügel der Schule, in dem es losgehen sollte mit der Sanierung. „Unser Museum wurde eingelagert, man hat Strom und Wasser verlegt für die Küche der Ganztagsbetreuung“, sagt Hannelore Aas auf Anfrage unserer Zeitung.

Vorbereitung für etwas, auf das die Schule sehnlichst wartet: die Sanierung. „Ich bin vor sieben Jahren an die Schule gekommen, da lief das schon“, sagt Hannelore Aas. Und noch etwas lief: Überlegungen, ob vielleicht ein Neubau sinnvoller wäre als eine Sanierung des alten Gebäudes. Der Bürgerentscheid im Frühjahr 2016 gibt die Richtung vor: eine Sanierung soll es werden.

An der wird geplant, die Zustimmung des Stadtrats liegt seit Dezember 2017 vor, eine Baugenehmigung seit Juni diesen Jahres.

Denn der Stadtrat hatte die Pläne zwischenzeitlich noch einmal „umgeschmissen“, wie Hannelore Aas sagt. Der Anbau wurde von vor der Schule hinter die Schule verlegt, „obwohl mir persönlich es anders herum besser gefallen hätte“, wie die Schulleiterin sagt. Aber der Architekt habe die neue Lösung „optisch schon sehr schick gelöst“.

In der Juni-Sitzung des Stadtrats macht die Stadtbaureferentin Urte Kelm eine Bekanntgabe, die Folgen hat für die Sanierung, die zu dem Zeitpunkt eigentlich schon hätte laufen sollen, zumindest im ersten Bauabschnitt: Man habe den echten Hausschwamm bei Voruntersuchungen entdeckt.

Das bedinge ein Sanierungskonzept. An dem, antwortet Kelm auf eine Anfrage unserer Zeitung schriftlich, werde aktuell gearbeitet, ebenso an einer Kostenschätzung. Beides – Sanierungskonzept und Kostenschätzung – sei „dem Bauausschuss zur Zustimmung vorzulegen und im Förderantrag in aktualisierter Fassung aufzunehmen“.

Wann denn nun tatsächlich mit dem Bauen begonnen werden könne, das – lässt Kelm über den Pressesprecher der Stadt, Joachim Oppold, auf Nachfrage mitteilen – sei ungewiss.


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