Hans-Walter-Wild-Stadion Was ist wirklich dringend zu machen?

So sah das Stadion vor der Sanierung aus: Jetzt werden Rasenheizung und Rollrasen verlegt. Foto: /Eric Waha

Die Sanierung des Hans-Walter-Wild-Stadions ist ein Politikum. Denn in die Spielstätte der Spielvereinigung Bayreuth muss viel Geld investiert werden. Was ist wirklich dringend zu machen?

Bayreuth - Die Stadt Bayreuth hat sich ursprünglich für eine Sanierung des Hans-Walter-Wild-Stadions entschieden. Damit es drittligatauglich ist. Doch der Aufstieg der Spielvereinigung Bayreuth ist misslungen. Wird ein Teil der Maßnahmen jetzt gestrichen?

Das wollte die Bayreuther Gemeinschaft wissen und stellte eine entsprechende Anfrage in der Juli-Sitzung des Stadtrates. Die BG-Fraktion hakte nach, ob schon klar sei, „in welchem zeitlichen Rahmen und in welcher Reihenfolge nun welche Maßnahmen umgesetzt werden sollen“. Und falls es einen solchen Zeitplan gebe: „Ist dieser Plan mit dem Baureferat und anderen Beteiligten (Stadtwerke, Baufirmen) abgestimmt?“

Für Sitze erst neues Angebot einzuholen

Was BG-Stadtrat Stephan Müller, der den Antrag unterzeichnete, noch interessierte, waren die Sitzschalen auf der Haupttribüne. Es habe den Plan gegeben, gebrauchte Sitzschalen aus Leipzig zu beschaffen. Dies sei nicht gelungen, erklärte Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU). Die Klappsitze hätten nicht gepasst. Der Kauf neuer Sitzschalen komme nur infrage, wenn dafür ein günstiges Angebot vorhanden sei.

Im Übrigen habe der Stadtrat am 30. Juni beschlossen die sicherheitsrelevanten Umbauten für die Drittligatauglichkeit zurückzustellen. Darunter fallen die Video-Überwachung, die Medientechnik, getrennte Sektoren, der Austausch der Sitzschalen, die Prüfung der Verkehrssicherheit, die Beschallungsanlage und ein zusätzlicher Zaun. Erst wenn die Spielvereinigung wieder eine Chance zum Aufstieg in die 3. Bundesliga habe, würde darüber entschieden.

Toiletten sind vermutlich nächstes Jahr dran

Die Toiletten im Stadion werden voraussichtlich im nächsten Jahr saniert. Ebersberger sagte, sie könnten erst im Haushalt 2022 berücksichtigt werden. Der Stadtrat müsste sich in den Beratungen dafür aussprechen.

Der Kauf der Fluchtlichtanlage aus Jena ist bekanntlich gescheitert. Die BG fragte nach, ob die vorhandene Stromerschließung ausreichend sei oder ob neue Leitungen verlegt werden müssten. Falls neue Fundamente notwendig seien, stelle sich die Frage, was diese kosten und mit welchem Zeitfaktor geplant werde. Die Antwort: „Die Erschließung im Bereich Strom kann erst beurteilt werden, wenn feststeht, welche Flutlichtanlage in Frage kommt.“ Daraus ergebe sich dann der Umfang der Fundamente. Nach abgeschlossener Vorplanung könnten die Kosten berechnet werden.

Das Stadion wird auch von Schulen als Sportstätte genutzt. Wegen der Sanierung musste der Sportunterricht im Freien ausfallen.

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