Platzmeister Marc Ermer ist der Einzige, der dort schlendert, wo sich normalerweise Hunderte bewegen. „Traurig, sehr traurig. Weil das Volksfest eine der schönsten Veranstaltungen ist, die wir organisieren“, sagt Manuel Becher, Geschäftsführer der Bayreuth Marketing und Tourismus GmbH (BMTG). „Zudem ist das Volksfest jedes Jahr einzigartig, weil die Wahrscheinlichkeit, dass die gleichen Fahrgeschäfte im Jahr darauf noch einmal auf dem Platz sind, extrem gering ist.“

Was durch Corona und die Abstandsbestimmungen alles ausgefallen ist, durchbricht schöne Traditionen: „Am Donnerstag hätten wir gegen die Schausteller Fußball gespielt“, sagt Marc Ermer. „Anschließend“, sagt Becher, „hätte es die einzige Zusammenkunft aller Schausteller im Festzelt Kainz gegeben. Die Beschickerversammlung, denn während des Volksfestes ist ja jeder Schausteller mit sich beschäftigt – und am Tag nach dem Fest wollen alle sofort weiter. Einen richtigen Abschluss gibt es da leider nicht.“

Statt Volksfest gibt es glücklicherweise Autokino – und ab dem 7. Juni eine Serie mit Kultur im Autokino. Und die Hoffnung, dass „doch noch in der zweiten Jahreshälfte einige Veranstaltungen stattfinden können, dass das Jahr nicht ganz eventfrei bleibt“, wie Becher sagt. „Da sind wir dabei, einiges zu verschieben.“Und zu hoffen, dass die Bestimmungen es ermöglichen.