Firma benötigt mehr Platz Fuchs Bau zieht nach Pegnitz um

Weil der Bauhof in Pottenstein zu klein wurde, zieht es die Firma Fuchs Bau nach Pegnitz. Foto: Klaus Trenz

PEGNITZ. In der Stadtratssitzung der vergangenen Woche wurde noch nichts verraten, jetzt ist es offiziell: Die Firma, die sich im Gewerbegebiet Pegnitz West ansiedeln will, ist die Baufirma Fuchs. Der geplante Bauhof ist aber kein echtes Novum – es handelt sich um einen Umzug aus der Region.

Eine gute Sache für Pegnitz – da waren sich die Stadträte einig. 30 bis 50 neue Arbeitsplätze werde es geben, wenn sich die „sehr zuverlässige“ Baufirma in Pegnitz niederlasse, so Bürgermeister Uwe Raab (SPD). Ganz so neu und zahlreich werden die nicht sein, zumindest fürs Erste nicht, wie Geschäftsführer Michael Altmann sagt: „Wir ziehen aus Pottenstein nach Pegnitz um. Alle zehn Angestellten kommen mit.“ Perspektivisch könnten diese sich in Zukunft verdoppeln. Davon seien fast alle handwerkliche Jobs, lediglich zwei Fahrer und ein Büroangestellter seien betroffen.

Grund für den Umzug sei der Platzbedarf des Bauhofes, so Altmann: „Wir sind in Pottenstein zuletzt gewachsen, jetzt brauchen wir mehr Hallenflächen. Uns ging einfach der Platz aus.“ Die Fläche in Pegnitz sei deutlich größer, zumindest doppelt so groß wie die in Pottenstein. Darauf soll ein Bauhof entstehen, darüber hinaus ist eine Lagerfläche geplant.

Kosten unbekannt

Die Firma Fuchs Bau, die bis einschließlich Mai noch unter dem Namen Backer Bau firmierte, hat ihren Hauptsitz in der sächsischen Kleinstadt Hainichen. Dort sitzt auch Geschäftsführer Altmann. In der Außenstelle in Pottenstein ist vor allem die Schalungsabteilung beheimatet, in der große Betonbauteile in die Form gebracht werden, in der sie auf der Baustelle letztendlich verwendet werden. Mit dem Umzug nach Pegnitz soll dieses Angebot erweitert werden. Neben der Schalungsabteilung soll durch die Schaffung einer Schreinerei außerdem ein Holzkompetenzzentrum entstehen.

Den Bau wird die Firma selbst übernehmen. „Das ist ja genau unsere Kompetenz“, sagt Altmann. Was das Projekt kosten soll, ist laut Altmann noch nicht abschließend ermittelt.

Seit geraumer Zeit in Verhandlungen

„Wir hätten Fuchs Bau gerne weiterhin in Pottenstein gehabt“, gibt Bürgermeister Stefan Frühbeißer (CWU-UWV) zu. „Wir wollen die Arbeitsplätze immer hier halten.“ Andererseits zeigt er sich erleichtert darüber, dass die Jobs die Region nicht verlassen, sondern nur nach Pegnitz umziehen. Er habe bereits seit geraumer Zeit mit der Firma in Verhandlungen gestanden. „Ich wusste, dass sie mehr Platz brauchen. Wir haben uns gemeinsam auf die Suche nach einer geeigneten Fläche gemacht“, so Frühbeißer. Die Suche habe in Pottenstein allerdings keinen Erfolg gehabt. „Was Fuchs wollte war unter anderem aufgrund der mangelnden Bereitschaft von Grundstückseigentümern und zu hohen finanziellen Forderungen nicht möglich“, erklärt der Bürgermeister. Also habe die Baufirma sich woanders umschauen müssen, bis sie schließlich in Pegnitz fündig geworden sei. Er ist aber optimistisch, den Verlust abfangen zu können: Der Abgasklappenhersteller Klubert und Schmidt wolle sich „beträchtlich erweitern“.

Vom Zuzug profitieren

Zu den unterschiedlichen Zahlen von neuen Arbeitsplätzen teilt Bürgermeister Uwe Raab mit: „In der Auskunft von der Fuchs Bau wurden nur die Arbeitsplätze am Bauhof genannt, allerdings wurde nicht berücksichtigt, dass am neuen Standort in Pegnitz zusätzlich eine Fertigungslinie für Holzständerwände geplant ist.“ Es werde also in den Bereichen „Bauhof“ und „Fertigungslinie Holzständerwände“ perspektivisch mit 30 bis 40 Mitarbeitern gerechnet. Er habe nach Angabe der Firma im Stadtrat von 30 bis 40 gewerblichen und fünf kaufmännischen Arbeitsplätzen gesprochen. Der Bezugstermin werde voraussichtlich im dritten Quartal 2020 erfolgen.

Neben der Ansiedlung und Schaffung von Arbeitsplätzen werde Pegnitz von mehr Gewerbesteuereinnahmen und dem Zuzug von Bevölkerung profitieren.

 

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