Erster Härtetest Medi-Team empfängt Zweitligist Nürnberg

Die Zeit der puren Trainingsarbeit ist für den nachverpflichteten Center Justin Raffington und sein Team nun vorbei. Am Freitag bestreitet Bundesligist Medi Bayreuth sein erstes Testspiel. Gast in der Oberfranken ist Zweitligist Nürnberg. Foto: Peter Kolb

BASKETBALL. Eine durchaus ambitionierte Aufgabe hat sich Medi Bayreuth für sein erstes Testspiel vor der Ende September beginnenden neuen Bundesliga-Saison ausgesucht. Am Freitag um 19 Uhr empfängt die runderneuerte Mannschaft von Trainer Raoul Korner die in der ProA beheimateten Nürnberg Falcons in der Oberfrankenhalle.

Wie mehrfach berichtet, wurde den sportlich aus der ProA aufgestiegenen Nürnbergern die Lizenz für die BBL verweigert, weil die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht ausreichend nachgewiesen werden konnte und außerdem eine Spielstätte fehlte. Trotz der Enttäuschung ist es den Mittelfranken dann aber gelungen, eine erneut schlagkräftige Truppe zusammenzustellen. Leistungsträger wie Kapitän Sebastian Schröder, Pointguard Marcell Pongo oder Center Moritz Sanders hielten den Falcons die Treue. Hinzu kamen namhafte Neuzugänge. Unter anderem heuerten Flügelspieler Stephan Haukohl von der BG Göttingen und der US-amerikanische Spielmacher Duane Wilson bei den Falcons an.

Im Bayreuther Lager macht man sich um die Zusammenstellung des gegnerischen Kaders allerdings wenig Gedanken. „Über Nürnberg weiß ich absolut nichts. Es ist mir auch herzlich egal, wer da kommt und wie der Gegner spielt. Es geht nur um uns“, sagt Raoul Korner ganz offen, ist allerdings auch froh darüber, einen guten Kontrahenten aus der Region gefunden zu haben, der zu solch einem frühen Termin überhaupt Zeit hat.

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Auch Bryce Alford mittlerweile eingetroffen

Seit Montag vergangener Woche läuft der Trainingsbetrieb in Bayreuth bereits, vorgestern ist auch noch Shooting Guard Bryce Alford eingetroffen. „Damit sind wir komplett“, sagt Korner und berichtet von einer bislang reibungslosen Vorbereitung. „Alles bestens. Alles läuft, alle sind wohlauf.“

Die konditionellen Unterschiede, die es zum Trainingsstart gegeben habe, sind für ihn keineswegs neu und schon gar nicht besorgniserregend. „Traditionell sind vor allem unsere deutschen Spieler zum Trainingsauftakt recht gut in Schuss. Und so war es auch diesmal. Lukas Meißner, Basti Doreth, Nico Wenzl –- alle topfit. Die Amerikaner dagegen eher weniger.“ Selbst der an der Schulter verletzte Andreas Seiferth sei eigentlich gut in Form. Das unterschiedliche physische Niveau werde nun sukzessive angeglichen.

Korner: „Ich will einen hohen Energielevel trotz schwerer Beine sehen.“

Auch dazu wird dieser erste Test unter Wettkampfbedingungen dienen. „Ich will einen hohen Energielevel trotz schwerer Beine sehen“, umreißt der Österreicher seine Erwartungshaltung für Freitagabend. Und dann hofft er darauf, einige Sachen von seinem Team gezeigt zu bekommen, „die wir uns im Training erarbeitet haben, vornehmlich in der Defensive. In der Offensive sind wir dagegen noch sehr einfach unterwegs“.

Zweifelsohne wird die Partie auch dazu dienen, dass das Team zusammenwächst. Gesonderte Maßnahmen zum Teambuilding hat Korner nämlich nicht angeordnet. „Teambuilding findet ja jeden Tag statt – zwei Mal im Training.“ Ansonsten aber habe es schon die einen oder anderen Treffen außerhalb der Halle gegeben – diverse Essen, Einladungen oder das traditionelle Foto-Shooting. „Wir waren aber bislang nicht fünf Mal im Klettergarten oder drei Mal bowlen. Ich bin auch überhaupt kein Freund von solch aufgezwungenen Maßnahmen.“

 

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