In Schaustellerkreisen war Kainz hoch angesehen: Beim Süddeutschen Verband der reisenden Schausteller und Handelsleute (Nürnberg) etwa war Kainz der Ehrenfahnenträger auf Lebenszeit. Und in Bayreuth, als Ehrenjunker der Bayreuther Braunbierritter, habe Kainz, sagt Schumacher, "keine Gelegenheit ausgelassen, seine Freunde auf eine Nürnberger Brotzeit einzuladen".
Drehorgelspiel für seine Gäste
Was Kainz ebenso beliebt gemacht hat: Das Drehorgel-Spiel. Die Drehorgel kam immer zum Einsatz, wenn seine Stammgäste Geburtstag feierten - Kainz lieferte die zünftige Musik dazu, "ohne Honorar, versteht sich". Wenn es seine Zeit zuließ, dann stattete Kainz mit seiner Drehorgel auch dem Faschingstreiben auf dem Markt oder dem Sommernachtsfest in der Eremitage einen Besuch ab.
Sohn führt den Betrieb weiter
Der Betrieb, dem Sepp Kainz über mehr als 40 Jahre lang den Stempel eines Originals aufgedrückt hatte, ist weiter in Familienhand: Seit 2011 führen Sohn Joseph Kainz und seine Frau Jenny den Festzeltbetrieb, der mit seinem Gründer Sepp Kainz jetzt eine Volksfest-Legende verloren hat.