Es ist Mitte Juni 2013, das Gras steht sehr hoch auf der Wiese von Bauer F. Andere Bauern haben schon zum zweiten Mal gemäht, als er mit seinem Traktor auf die Wiese fährt. Einen Bauernhof weiter steht eine junge Frau am Fenster im zweiten Stock, das Fernglas in der Hand. Die 20-Jährige ist Auszubildende in der Landwirtschaft, ihr Vater ist Jäger. „Ich kenne mich aus.“ Sofort geht sie zu dem älteren Bauern und sagt, in seiner Wiese seien Rehe. „Ich sehe keine“, soll der gesagt haben. „Dann hab ich sie ihm gezeigt.“ Die junge Frau mit den langen rötlichen Haaren weist auf die Geisen, die Rehmütter, die aufgeregt am Rand des Feldes auf- und abspringen. „Sie schrien.“