Dritter Testspielsieg Medi-Team gewinnt auch Rückspiel gegen Frankfurt

Die eigentliche Überlegenheit unter dem Korb konnte Dererk Pardon (links) nur im zweiten Viertel so richtig ausspielen. Centerkollege Andreas Seiferth blieb ohne Punkte. Foto: Peter Kolb

BASKETBALL. Ähnlich spannend wie die Partie am Sonntag in Frankfurt (92:88 nach Verlängerung) verlief auch das Rückspiel am Donnerstag in der Oberfrankenhalle. In der entscheidenden Phase bewahrte Medi Bayreuth gegen die Skyliners aber die Ruhe und gewann sein fünftes Testspiel schließlich mit 73:66 (35:27).

„Wir haben jetzt vom dritten oder vierten engen Spiel das dritte gewonnen. Es ist gut zu sehen, dass wir am Ende Sachen richtig machen, sowohl offensiv als auch defensiv“, sagte Trainer Raoul Korner, obwohl das Ergebnis für ihn keine Rolle spielte. Zudem seien es immer andere Spieler, die sich hervortäten. „Wir müssen nur noch herausfinden, wer mit wem am besten harmoniert.“

Gestern war es Kapitän Bastian Doreth, der in der Schlussphase mit zwei Dreiern auf 66:60 stellte. Als Frank Bartley nach einem Schnellangriff auf 68:60 erhöhte, schien eine Vorentscheidung zugunsten des in dieser Phase souveräner wirkenden Medi-Teams gefallen zu sein. Doch ein schwerer Dreier von Quantez Robertson und ein weiterer von Jon Gudmundsson nach einem Bayreuther Ballverlust beim Einwurf ließen die Gäste 84 Sekunden vor dem Ende wieder hoffen. Ein Dreier von Ryan Woolridge, der sich dank 6/8 Freiwürfen am Ende mit 14 Punkten sogar noch zum Bayreuther Topscorer mauserte, und der vorher oft unglücklich agierende Matthew Tiby im Nachsetzen sicherten aber den Sieg.

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15:0-Lauf als Antwort auf Frankfurter 16:0-Lauf

Schon zuvor hatten sich die Bayreuther in den schwierigen Phasen immer wieder befreien können und lagen nach ihrem 14:4-Start die meiste Zeit vorne. Nur nach der folgenden Auszeit von Skyliners-Coach Sebastian Gleim 2:44 Minuten vor Ende des ersten Viertels eroberten die Frankfurter sogar noch bis zur Pause die Führung. Zehn der 16 Punkte gingen dabei auf das Konto von Len Schoormann. Erst nach einem viertelübergreifenden 16:0-Lauf zum 20:14 konnte der mit sieben Steals vor allem in der Defensive auffällige David Walker die punktelose Zeit nach gut zweieinhalb Minuten des zweiten Abschnitts mit einem Dreier beenden. Beim 23:22 (16.) hatten die Bayreuther die Führung dann schon wieder zurückerobert. In der Defensive gelangen jetzt wieder Stopps, infolge derer das Medi-Team auch vorne erfolgreich war. Ein eigener 15:0-Lauf zum 32:22 sorgte wieder für einen zweistelligen Vorsprung. Dabei ging es viel über die großen Positionen, wobei sich Power Forward Olisevicius im Gegensatz zu Dererk Pardon auch von der Dreierlinie auszeichnete.

Weniger zufrieden sein konnte Raoul Korner mit den zahlreichen Ballverlusten, die sich seine Mannschaft erneut erlaubte. 21 waren es diesmal sogar. „Der Größenvorteil unter dem Korb ist uns eher zum Nachteil geworden, weil wir es gezwungen und den Ball weggeworfen haben. Das sind Abstimmungssachen“, sagte der Medi-Coach. Aber auch die Frankfurter, die mit der gleichen jungen Mannschaft wie am Sonntag antreten mussten, machten es nicht viel besser. Erstaunlich war jedoch, dass sich ausgerechnet Routinier Robertson sieben der 20 Turnovers leistete.

Statistik

Medi Bayreuth: PARDON (13 Punkte / 21:50 Min. Einsatzzeit), Wenzl, Woolridge (14 / 25:48), Jalalpoor (1 / 12:05), Jebens, Bruhnke (2 / 9:33), DORETH (9 / 18:01), Seiferth (0 / 17:47), Tiby (9 / 21:19), WALKER (6 / 29:56), BARTLEY (7 / 25:00), OLISEVICIUS (12 /18:41); Feldwurfquote: 24/54 (44 Prozent), davon 11/26 Dreier (42 Prozent): Doreth (3/5), Olisevicius (2/3), Walker (2/4), Woolridge (2/5), Tiby (1/3), Bartley (1/3); Freiwürfe: 14/20 (70 Prozent); Rebounds: 27 defensiv, 10 offensiv (Olisevicius 6/1); Assists: 16.

Frankfurt Skyliners: Begue (0 Punkte), Samare (6), SCHOORMANN (12), Vrcic (0), Onyia (0), MOORE (12), ROBERTSON (11), GUDMUNDSSON (15), VÖLLER (10), Püllen.