Der Trainer bleibt Bayreuth Tigers verlängern mit Robin Farkas

Als „herausragenden Analytiker“ bezeichnet Geschäftsführer Matthias Wendel Trainer Robin Farkas (links). Der 55-jährige Kanadier wird auch in der kommenden Saison die Anweisungen an der Bande geben. Foto: Peter Kolb

Nach den zahlreichen Abgängen der vergangenen Tage gibt es beim Eishockey-Zweitligisten Bayreuth Tigers jetzt eine weitere Vertragsverlängerung zu melden. Allerdings nicht mit einem Spieler, sondern auf dem Trainerposten: Robin Farkas wird auch in der kommenden Saison an der Bande stehen.

Tigers-Geschäftsführer Matthias Wendel hatte bereits am Tag nach dem Klassenerhalt seine Absicht bekundet, weiter mit dem 55-jährigen Kanadier zusammenarbeiten zu wollen („Er hat ja erst damit begonnen, seine Vorstellungen umzusetzen“). Nachdem Farkas Ende Januar den erfolglosen Petri Kujala abgelöst hatte, holten die Tigers unter seiner Regie in den restlichen 20 Hauptrundenspielen 25 Punkte und setzten sich dann nach der mit 2:4 verlorenen Serie gegen die Selber Wölfe in der zweiten Playdown-Runde gegen die Tölzer Löwen mit dem gleichen Ergebnis durch.

„Er ist ein herausragender Analytiker, der Spiele unheimlich gut lesen kann und auch akribisch vorbereitet. Er hat klare Vorstellungen von seinem Spielsystem und legt großen Wert auf taktische Disziplin“, nennt Wendel die Vorzüge seines Trainers. Dieser habe von Beginn seiner Arbeit in Bayreuth eine klare Linie verfolgt, seine Ideen aber unter den Bedingungen nur bedingt umsetzen können. „Durch den engen Spielplan und viele Ausfälle gab es nahezu keine reguläre Trainingseinheit. Mit einer vernünftigen Vorbereitung und einem Kader, der neu zusammengestellt ist, wird Robin ab August seine Qualität zeigen“, ist sich der Geschäftsführer sicher.

Aggressivität und hohes Tempo

Laut Mitteilung des Vereins legt Farkas dabei besonderen Wert auf „eine stärkere, schwerere Defensive. Und auch insgesamt wollen wir ‚kräftiger‘ werden. Der Prozess läuft noch, aber ich bin sehr zufrieden mit den bisherigen Neuzugängen.“ Mit diesen wolle er dann aggressives Eishockey mit hohem Tempo spielen. „Dazu braucht es gute Skater mit einem hohen Hockey-IQ.“ Insgesamt hatten die Tigers in der abgelaufenen Saison 242 Gegentore kassiert, was einem Schnitt von 3,8 pro Spiel entspricht, wobei es in den Playdowns nur noch 3,3 waren. „Wir haben uns jede Woche ein wenig weiterentwickelt und uns defensiv verbessert, was uns die Chance gab, Spiele zu gewinnen“, blickt Farkas zurück.

Auch für die kommende Saison sei es das Ziel, „dass wir uns jede Woche verbessern – um dann in der heißen Saisonphase die besten Leistungen zu liefern“. Dazu benötige es „einen tiefen Kader“, um neben der Defensive auch das „Secondary Scoring“ zu stärken. Zwar erzielten die Tigers 3,2 Treffer pro Spiel, waren dabei aber stark von ihrer Paradereihe um den DEL2-Rekordtorschützen Ville Järveläinen und Assist-König Cason Hohmann abhängig.

„Großartige Gelegenheit“

„Neben dem Eis wollen wir eine Gewinner-Kultur kreieren und einen Weg etablieren, professionell zu arbeiten“, ergänzt Farkas. „Das alles ist ein Prozess, und auf den wollen wir uns jeden Tag fokussieren.“ Als Hauptgrund für seinen Verbleib in Bayreuth nennt er unserer Zeitung die „großartige Gelegenheit, beim Aufbau eines wettbewerbsfähigen Hockeyklubs zu helfen“. Zudem habe das Team abseits des Eises eine entscheidende Rolle gespielt: „Die Arbeit mit guten Leuten ist für mich immer interessant.“

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