Nur – wo Computer und Vernetzung im Spiel sind, kann es Eindringlinge geben. Noch macht das dem Neurochirurgen keine Sorgen. „So weit sind wir noch nicht. Aber es geht schnell.“ Erst kürzlich hat er einer Patientin ein Gerät am Gesäß eingesetzt, über das Strom fließt, der einen chronischen Schmerz im Bein unterbricht. Die Patientin steuert den Stromfluss über ihr Smartphone.
Noch im OP wird der Patient wieder aus der Narkose geholt
Zurück im Operationssaal: Der Eingriff am Gehirn des Patienten lief wie geplant. Wo vorher der Tumor war, klafft jetzt ein Loch. Die Blutung ist gestillt. Der Assistent füllt die Wunde mit einer Lösung auf. Dann verschraubt er das entfernte Stück Schädelknochen am Kopf, klappt die Haut zurück und näht die Wunde. Geschafft. Noch auf dem Operationstisch holt die Anästhesistin den Patienten nach vier Stunden aus der Narkose. Der Mann öffnet seine Augen, bewegt Arme und Beine, ist ansprechbar. Trost ist zufrieden, dass sein Patient offenbar keine Einschränkungen hat. „Das ist für mich immer ein schöner Moment“, sagt der Chefarzt.
Fünf Tage nach dem Eingriff, Trost besucht den Mann auf Station. Es geht ihm gut. Bald wird er entlassen. Er hat Ziele. Bald will er wieder Auto fahren und den Jagdschein machen.