Franz Eisentraut, Chef des Gymnasiums Christian-Ernestinum (GCE), unterstützt diesen Ansatz: „Man kann auch im G 8 mehr Zeit haben. Wenn man Klassen kleiner macht. Das ist der zentrale Schlüssel.“ Was Eisentraut „nicht gefällt“, wie er sagt, ist der Anspruch der CSU, an der Lehrerbildung zu drehen. „Hochwertige Ausbildung“ werde in dem Papier gefordert. „Wir haben hoch qualifizierte Leute da draußen, die arbeitslos sind. Für die sind solche Aussagen schwer zu ertragen. Es gibt Leute, die ihre Examina mit der Note 1,2 abschließen und keinen Job kriegen. Allein vor dem Hintergrund verstehe ich diese Forderung nicht.“ Eisentraut sagt, auch ihm fehle „die Trennschärfe zum Flexijahr, das keiner gemacht hat“. Und: „Man sollte durch Bildung begeistern. Nicht für.“ In vielen Bereichen sei das CSU-Papier „wie Schattenboxen“.