155 Minuten und 24 Sekunden hat es gedauert, dann war der Bann endlich gebrochen. Und es kam genau so, wie es der Bayreuther Co-Trainer Marc Vorderbrüggen vor Spiel drei der Playdown-Serie zwischen den Tigers und den Eispiraten Crimmitschau gefordert hatte: „Wir müssen Scheiben zum Tor bringen und hoffen, dass mal ein dreckiges reinhupft.“ Nach einem Crimmitschauer Fehlpass nahm Dominic Walsh eine Strafe für Beinstellen, im Powerplay zog Ville Järveläinen ab, und die von Taylor Doherty abgefälschte und von der Bande zurückspringende Scheibe bugsierte der vor dem Tor lauernde Philippe Cornet ins Netz. Zwar gelang den Eispiraten wenig später ebenfalls in Überzahl der Ausgleich, Übeltäter Walsh vollendete eine schöne Kombination über Henri Kanninen und Mathieu Lemay. Weil die Westsachsen den zweiten Treffer des 32-jährigen Kanadiers (46.) aber nicht mehr beantworten konnten, verkürzten die Bayreuther mit dem 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)-Auswärtserfolg in der Best-of-seven-Serie auf 1:2 und können nun am Dienstag (19.30 Uhr) im Tigerkäfig sogar ausgleichen.