Mauern, Muscheln, Weinbergschnecken Spannende Funde im Ehrenhof kurz vor Winterpause

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BAYREUTH. Die aktuellen archäologischen Grabungen im Ehrenhof des Alten Schlosses sind deutlich ergiebiger als gedacht. Vor allem die massiven Mauern von zwei Gebäuden, die an dieser Stelle jetzt entdeckt wurden, hätte niemand dort vermutet.

Kurz vor der Winterpause der Grabungen im Vorfeld der behutsamen Neugestaltung des Ehrenhofs, die eigentlich Winterdorfpause heißen müsste, haben der Archäologe Hartmut Endres und sein Team in einem rund 30 Quadratmeter großen Einschnitt in unmittelbarer Nähe des Eingangs zum Finanzamt Gebäudereste aus dem 15. Jahrhundert gefunden. „Wir haben massives, zweischaliges Mauerwerk gefunden, das wieder die Flucht der alten Maximilienstraße aufnimmt. Außerdem fanden wir einen Treppenabgang mit anschließendem Fußbodenniveau.“

Daneben entdeckten die Archäologen deutlich jüngere Mauern, die aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen „und Reste eines Funktionsgebäudes, das sich am Alten Schloss orientiert“. Spannendes erzählt auch die Abfallgrube, die der Küche aus dem Nordflügel des Alten Schlosses zugeordnet werden muss: „Die Fürsten dort haben wahrlich herrschaftlich getafelt, denn wir haben 16 Weinbergschnecken, drei oder vier Jakobsmuscheln und einige Austern neben Teilen von Ess- und Kochgeschirr in der Grube gefunden. Die Funde decken sich mit denen aus der Küchengrube am Ostflügel.“

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