"Betriebsratsverseucht" ist Unwort des Jahres 2009
FRANKFURT/MAIN. Das "Unwort des Jahres" 2009 heißt "betriebsratsverseucht". "Damit werden in völlig unangemessener Weise Arbeitnehmer-Interessen als Seuche dargestellt", begründete der Sprecher der sprachkritischen Jury, Horst Dieter Schlosser, am Dienstag in Frankfurt die Entscheidung. "Die Wahrnehmung von Arbeitnehmerinteressen "stört" zwar viele Unternehmen, sie als "Seuche" zu bezeichnen, ist indes ein zumindest sprachlicher Tiefpunkt im Umgang mit Lohnabhängigen." Mit dem zum "Unwort" gewählten Begriff stünden Menschen, "plötzlich da, als wären sie Aussätzige". 19.01.2010