Durch die Corona-Pandemie haben verlässliche und geprüfte Informationen in Zeitungen für viele an Bedeutung gewonnen. Die von den Redaktionen geleistete Einordnung des aktuellen Geschehens ist für 86 Prozent der Leser eine wichtige Orientierungshilfe, wie eine Umfrage der Zeitungsmarktforschung Gesellschaft (ZMG) unter mehr als 4000 Befragten bestätigt.

Das macht sich auch in der Gesamtreichweite der deutschen Zeitungen bemerkbar. Diese steigt in diesem Jahr auf 84,6 Prozent. Damit lesen 59,7 Millionen Personen regelmäßig die gedruckte Zeitung oder nutzen mindestens wöchentlich ein digitales Zeitungsangebot, wie aus einer Auswertung der aktuellen Markt-Media-Studie durch die ZMG hervorgeht.

Im Vergleich zum Vorjahr gewinnen die Zeitungen mehr als drei Millionen zusätzliche Leserinnen und Leser pro Woche. Das Plus geht auf die stärkere Digitalnutzung zurück. Während 56 Prozent der Bevölkerung regelmäßig die gedruckte Zeitung lesen (39,6 Millionen Leser pro Ausgabe), klettert die digitale Reichweite auf 63,4 Prozent beziehungsweise 44,8 Millionen Nutzer pro Woche. Insgesamt erreichen die Zeitungsmarken damit mehr als acht von zehn Deutschen ab 14 Jahren.

Vor allem bei den jüngeren Zielgruppen unter 30 Jahren gewinnen die Zeitungen über den digitalen Weg neue Leser – und zwar 5,8 Millionen im Vergleich zur reinen Printreichweite. Die Nettoreichweite Print und Digital beträgt in dieser Altersgruppe 76 Prozent, bei den 30- bis 49-Jährigen 87,4 Prozent und 86,4 Prozent bei den über 50-Jährigen.


Für die Reichweiten-Studie 2020 wurden insgesamt 30.469 Personen befragt. Sie ist repräsentativ für die deutschsprachige Wohnbevölkerung ab 14 Jahren.