"Konkret klären wir nun mit Volldampf noch offene Fragen. Unsere Vorstellungen zur Versöhnung von Arbeit und Umwelt werden wir in den nächsten Wochen vorlegen. Unser Konzept zur Vermögenssteuer folgt im September", kündigte Schäfer-Gümbel an. "Wir untermauern damit auch unseren Anspruch einer Volkspartei." Das Wesen einer Volkspartei sei es, dass man Gegensätze auszugleichen versuche und in Zusammenhalt übersetze. "Populismus und unzulängliche Zuspitzungen oder Verkürzungen passen dazu nicht."
Für die bis Ende des Jahres anstehende Halbzeitbilanz zur großen Koalition erwartet Schäfer-Gümbel ein recht positives Fazit bei den Sachfragen. Entscheidend sei aber, dass diese Koalition ein Bild von Zukunft habe und diese Aufgabe angehen wolle. "Es geht nicht nur um inhaltliche Fragen und Programmatik, es geht auch um die gesamte Haltung dieser Koalition", sagte er. "Das haben wir nicht allein in der Hand." Die SPD sei sich in ihrer Geschichte immer ihrer Verantwortung bewusst gewesen. "Zu welchem Ergebnis das am Ende führt, wird ein Parteitag bewerten."