Säumige Schuldner rechnen eher damit, dass der Gerichtsvollzieher an der Haustür klingelt und erwarten ihn eigentlich nicht auf der Autobahn. Dass dies aber durchaus möglich ist, erfuhr ein Reisender, als er vor Kurzem von Selber Zöllnern auf der A 93 kontrolliert wurde.

Die Beamten stellten fest, dass gegenüber dem Mann öffentlich-rechtliche Vollstreckungsschulden in Höhe von mehr als 10.000 Euro vorlagen. Da diese Schulden bisher nicht beglichen waren, waren sie zur Grenzvollstreckung ausgeschrieben. Nachdem der Reisende zumindest einen Teil der Forderungen vor Ort tilgen konnte, durfte er seine Fahrt fortsetzen. Insgesamt gingen den Selber Zöllnern an diesem Tag vier säumige Schuldner ins Netz, berichtet das Hauptzollamt Regensburg an diesem Donnerstag weiter.

Bei zwei anderen Vorfällen kamen Rauschgiftspürhunde zum Einsatz: Versteckt war dabei das Rauschgift jeweils in einer Filmdose, in einer Plastiktüte sowie in einem Überraschungsei.

Ein Fahrgast aus den USA, der im Fernreisezug nach Hof saß, zeigte sich überrascht. Er hatte wohl laut Hauptzollamt nicht damit gerechnet, dass dem deutschen Zoll derartige Hilfsmittel wie ein Spürhund zur Verfügung stehen würden. In seinem Rucksack befand sich eine geringe Menge Marihuana.