Thema: Radfahrer Auswüchse des Alltags

Zum Artikel „Bremsen und beten“, Kurier vom 19. August.

Bei allem Verständnis für die Fahrradfahrer und ihre Nöte – es muss auch einmal die andere Seite gesehen werden und man sollte die Pedaltreter nicht nur durch die rosarote Brille sehen.

Bayreuther Alltag: Viele Fahrradfahrer brettern mit großer Geschwindigkeit durch die Fußgängerzonen, kommen auf Gehwegen (oft auf der falschen Seite!) daher, fahren in Einbahnstraßen in die verbotene Richtung und halten sich oft an keine Regeln mehr. Auf den roten Fahrradspuren wird oft bedenkenlos die Vorfahrt erzwungen und nicht daran gedacht, dass auch die Benutzer von Drahteseln zu Rücksichtnahme und Vorsicht angehalten sind (§1 der StVO).

Und was macht die Polizei? In der Regel nichts. In den Fußgängerzonen ist sie nicht präsent, niemand, der vor Ort Einhalt gebietet! Vorbei die Zeiten, als ein Polizist Friedlein Fahrradfahrern nachstellte, die etwa in verkehrter Richtung in die Badstraße einfuhren. Vor Kurzem wurden eine Frau mit ihrem Kind im Kinderwagen rücksichts- und gedankenlos über den Haufen gefahren und verletzt – sicher kein Einzelfall.

Und was den Ausbau der Fahrradwege betrifft, gibt es auch Gegenbeispiele. So etwa existiert zwischen Tunnel- und Brandenburger Straße ein breiter roter Fahrradweg. Was wurde gemacht? Von der ohnehin schon engen Fahrspur auf der Straße wurden noch einmal in beiden Richtungen mit gestrichelten Linien Zonen für Fahrradfahrer abgetrennt, obwohl Busse dort fahren, wo es wirklich eng wird.

Deswegen: Man sollte auch einmal die Auswüchse des Alltags mit den Fahrradfahrern beachten, Maß und Ziel behalten und auch den Teil der Pedaltreter, die keine Rücksicht mehr kennen, in Grenzen halten – eine Aufgabe für die Polizei (Fuß- oder Fahrradstreifen wären angebracht).

Für die momentane Situation sind Schilder in der Bahnhofstraße, die Fahrradfahrer davor warnen, in falscher Richtung und auf dem Gehsteig zu fahren, angebracht, an die sich die wenigsten Mitglieder dieser Spezies halten. Schilda lässt grüßen. Eine frustrierende Situation.

 

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