Thema: Hochkultur Sehe keinen Abwärtstrend

Zum Interview „Warum lassen Sie die Kultur außen vor?“, Kurier vom 24./25. August, und zum Kommentar „Hört hin“ von Henrik Vorbröker, Kurier vom 24./25. August.

Ich bin 60 plus. Als ich vor zwei Jahren nach Bayreuth gezogen bin, habe ich den Kurier abonniert und bin der Gesellschaft der Kulturfreunde beigetreten. Jedes Konzert der Kulturfreunde war bestens organisiert, hochkarätig besetzt und für mich musikalischer Hochgenuss.

Leider fand ich im Kurier in der Regel keine Berichterstattung vor oder nach den Konzerten. Dafür lese ich täglich reichlich über Geburtstage, Jubiläen und Verkehrsunfälle. Daraus schließe ich, dass das Gros der Leser in der Mehrzahl meiner Generation angehört und damit auch dem Besucherkreis der Kulturfreunde entspricht.

Ich kann, wie die Süddeutsche Zeitung vom 24./25. August, keinen Abwärtstrend der klassischen Musik erkennen. Klassik vermittelt sich nicht durch Anleihen bei Rock-, Elektro-, House- oder Heavy-Metal-Festivals, sondern durch das Vorbild, etwa der Eltern.

Die Statistik sagt, dass ich noch einige Lebensjahre vor mir habe und damit Leser des Kuriers bleiben könnte und weitere Konzerte besuchen darf. Schade, wenn sich die Zeitung „von Seiten der Kulturszene“ bevormundet sieht, sie sollte nur alle ihre (alten) Leser im Blick behalten. Man sägt nicht an dem Ast, auf dem man sitzt.
 

 

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