Thema: Eichelberg Wer zahlt hier die Zeche?

Zum Artikel „Bürgerinitiative will Kleinod retten“, Kurier vom 10. April.

Ist es hier tatsächlich so, dass einem Bedarf an fehlendem Wohnraum Sorge getragen wird? Medi errichtet zwar ein neues Bürogebäude, allerdings zur Rückholung von derzeit in separaten Gebäuden Bayreuths ausgelagerten Mitarbeitern. Und trotzdem wird dies seitens der Stadtverwaltung gebetsmühlenartig als eine Argumentationsgrundlage verwendet, dass weiterer Wohnraum für die stetig wachsende Stadt Bayreuth benötigt wird.

Stellt sich die Frage: Wer hat es jahrelang versäumt, in Bayreuth neue Flächen auszuweisen? Ach ja, das ist ja die Stadtverwaltung, die sich auf das Areal Eichelberg mit einer Sturheit versteift hat, dass nun alle Bedenken von Anwohnern weggewischt werden, Gutachten nicht erstellt oder genauso wenig abgewartet werden wie ein Klimavortrag.

Und all das nur, damit sich auf keinen Fall ein möglicherweise für die Planung ungünstiges Ergebnis ergibt. Denn Alternativen sind aufgrund der Versäumnisse der letzten Jahre sehr dünn. Wenn jetzt seitens der Stadtverwaltung behauptet wird, es wären keine weiteren Flächen in Bayreuth vorhanden, dann sollte man schleunigst die Scheuklappen ablegen und offenen Auges durch die Stadt gehen.

Das alles hilft dem Eichelberg und dem dortigen Naherholungsgebiet Panoramaweg jedoch nicht mehr. Mit der anstehenden Bebauung des dortigen Gebiets stirbt eine beliebte Bayreuther Oase. Ein Picknick am Panoramaweg mit Blick auf die Stadt am Tag oder ihr abendliches Lichtermeer ist damit Geschichte. Schade, aber wir müssen weiter wachsen. Zu jedem Preis?

 

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