Studenten-Projekt Filmischer Rundumblick an der Grenze

BAYREUTH/CHEB. Sie wollen aus fremden Häusern und Städten berichten und die Welt live dabei sein lassen – entlang der tschechisch-deutschen Grenze. Seit gestern erforschen fünf Bayreuther Studenten das Fremde. Bewaffnet mit einer 360-Grad-Kamera will die Gruppe um Justus Haufe ihre Wanderung live ins Internet streamen.

Was 2016 als einfaches Abschlussprojekt anfing, das setzt sich in diesem Jahr bereits zum vierten Mal fort: Supernova. Der 26-jährige Medienstudent Justus Haufe erklärt, was es damit auf sich hat: „Es geht uns darum, Menschen zusammen zu bringen. Junge und Alte, Tschechen und Deutsche. Dabei nutzen wir immer filmische Mittel.“ 2017 ging das Projekt nach Tschechien, um sich filmisch selbst dabei zu dokumentieren: „Wie ist das eigentlich mit der Fremde?“ Doch irgendwie fehlte eine Sache immer. „Der Nachteil beim Film war, dass wir immer nur im Nachhinein den Leuten zeigen konnten: Schaut mal, das hier habt ihr verpasst“, sagt Haufe. Das soll in diesem Jahr anders werden. Das Publikum soll Völkerverständigung live miterleben können.

Mit 360-Grad-Kamera live dabei sein

Behilflich ist den Studenten dabei eine LTE-Simkarte mit guter Netzabdeckung und eine 360-Grad-Kamera, denn Justus Haufe und sein Team wollen livegehen: „Wir streamen von Deutschland und Tschechien aus live ins Internet – jeder kann zuschauen.“ Was genau die Zuschauer dann zu sehen bekommen, das weiß auch Haufe noch nicht zu 100 Prozent. Es komme ganz drauf an, was er und sein Team in der Fremde tagsüber so erleben: „Grundsätzlich streamen wir unsere Gesprächsrunden ins Internet, live aus Häusern und Plätzen in Tschechien und Deutschland. Tagsüber aber sind wir zu Fuß unterwegs. Alles was uns passiert, kann dann im Live-Video zum Thema werden“, sagt Haufe und die Vorfreude ist ihm deutlich anzumerken wenn er sagt: „Wir wissen selbst nicht genau was passieren wird – aber es wird spannend.“

In Cheb geht es um globale Themen

Die erste Etappe der jungen Medienstudenten führt dabei von Haingrün in Marktredwitz nach Konnersreuth. Den Grenzübertritt wagt das Filmteam dann am Freitag, 16. August. Ab 20.15 Uhr berichtet das Supernova-Projekt dann live vom Asian-Dragon-Bazar aus der tschechischen Grenzstadt Cheb. „Wen auch immer wir treffen: in Cheb geht es um globale Themen“, sagt Haufe. Einen Tag darauf geht es weiter zur Wallfahrtskirche Maria Loreto. Geplante Streamzeit: 15 Uhr. Am Sonntag, 18 August, endet die Reise an der Talsperre Jessenice nahe Cheb. „Wir wollen hier so ein bisschen die Atlantis-Atmosphäre einfangen“, sagt Justus Haufe. In den 60er-Jahren wurde hier der Fluss Wondreb aufgestaut, der das verlassene Dorf Jesenice überflutete – ein geheimnisvoller Ort. Der Livestream beginnt hier um 17 Uhr.

Bei aller Spannung und Abenteuerlust soll beim Projekt Supernova aber immer die Suche nach Identität im Mittelpunkt stehen: „Einige haben schon mitgemacht und dabei erst einmal ganz viel über sich selbst erfahren, einfach weil sie sich mit ihrer eigenen Geschichte auseinandergesetzt haben.“ Ohne die sei Identität nämlich gar nicht möglich, sagt Justus Haufe.

Wer den Livestream der Film-Crew mitverfolgen möchte, findet diesen unter www.supernova-projektbuero.com. Ein Klick auf den Reiter „Zum Livestream“ genügt, und das Tor zur Welt ist aufgestoßen.

 
 

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