Ein Draufzahlgeschäft
"Wir haben einmal angefangen auszurechnen, um wie viel wir die Parkgebühr für die Stadthalle erhöhen müssten", sagt Bayer dem Kurier. "Das waren so utopische Preise, dass wir mit der Rechnerei aufgehört haben." Er sagt aber auch: "Wir sind eine städtische Gesellschaft und unser Auftrag ist, Parkmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen."
BMTG sieht's gelassen
Manuel Becher, Geschäftsführer der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH, sieht den Schritt der Stadtwerke gelassen. Sein Unternehmen vermarktet die Stadthalle. Einerseits hätten schon bisher die Parkplätze in der Tiefgarage bei Veranstaltungen nicht gereicht. Andererseits gebe es aber rund um die Halle Hunderte Parkplätze.
In den kommenden Tagen will er sich bei umliegenden Einrichtungen - Stadtwerke, Gericht, Deutsche Rentenversicherung (DRV) - erkundigen ob sie ihre Parkflächen während Veranstaltungen im Großen Haus für Stadthallen-Besucher öffnen können. Davon gibt es bis zur endgültigen Schließung noch vier - nur eine davon im März. Auch sonst sieht Becher die Schließung als "für Bayreuth nicht einschneidend".
Stadt: Parkdruck wächst
Durch die Schließung der Tiefgarage werden 60 bis 70 Kurzzeit-Parkplätze wegfallen, hat die Stadt ausgerechnet - weil die Dauerparker von der Tiefgarage auf den Geißmarkt wechseln. Im 300-Meter-Radius um die Stadthalle seien aber noch über 900 übrig. Im 500-Meter-Radius stehen weitere 1900 Parkplätze zur Verfügung. Nach Einschätzung des Straßenverkehrsamts wird sich "der Parkdruck im Nahbereich sicherlich erhöhen", sagt der Pressesprecher der Stadt, Joachim Oppold. Vor allem, wenn die Autofahrer nicht ein Stück zu Fuß gehen wollen.
Info: Die Stadt sucht derzeit nach einem Konzept zur Sanierung von Stadthalle und Tiefgarage. Die Kosten für eine Sanierung der Garage werden auf etwa 8,1 Millionen Euro geschätzt - wie sie finanziert werden sollen, ist noch unklar. Der Stadtrat soll darüber in einer seiner nächsten Sitzungen beraten.