Spannung war Trumpf Altstädter ringen Favoriten ein 0:0 ab

In der 90. Minute eröffnete sich den Altstädtern nach dem vergebenen Strafstoß (59.) noch einmal die Chance, die Partie für sich zu entscheiden. Doch war Türkgücü-Torwart 
Franco Flückiger beim Kopfbnall von Edwin Schwarz (nicht im Bild) auf dem Posten. Foto: Peter Mularczyk

FUßBALL. Es reichte zwar nicht zu drei Punkten gegen den hohen Favoriten Türkgücü München, doch mit dem 0:0 stellte die SpVgg Bayreuth am Freitagabend einen neuen Rekord seit dem Aufstieg in die Regionalliga Bayern auf: Sie blieb nämlich zum siebten Mal in Folge ungeschlagen.

Am nächsten Samstag steht für die Altstädter eine Fahrt ins Altmühltal an: Um 14 Uhr geben sie ihre Visitenkarte beim letztjährigen Vizemeister, dem VfB Eichstätt, ab.

„Ich habe den Jungs vor der Partie gesagt, dass sie in diesem Spiel nicht allzu viele Chancen bekommen werden“, erinnert sich SpVgg-Trainer Timo Rost an die Worte, die er seinem Team mitgegeben hatte. „Aber diese wenigen Chancen müssen wir nutzen.“ Und in der 59. Minute war es so weit: Die Altstädter bekamen einen an Ivan Knezevic verwirkten Foulelfmeter zugesprochen, den Christopher Kracun aber überhastet vergab. „Normalerweise entscheidet eine Mannschaft so ein Spiel, die die wenigsten Fehler macht und ihre wenigen Chancen nutzt.“ Das taten die Altstädter eben nicht, dabei hatten sie in allerletzter Minute noch durch einen Kopfball von Edwin Schwarz die Gelegenheit, die drei Zähler auf der Habenseite zu buchen, aber wie schon beim Elfmeter war Türkgücü-Torwart Franco Flückiger auf dem Posten.

Intensiv geführte 90 Minuten

Es war eine intensive Partie. „Und wir haben bewusst dem Gegner den Ball überlassen“, sagte Rost, „und wir haben auf diese Momente gewartet“. Diese Situationen waren da, verstrichen aber ungenutzt. Dafür konnte sich Rost auf seine Abwehr verlassen. 14 Ecken bekam sein Team gegen sich, bei keiner einzigen brannte etwas an. „Eine tolle Sache“, gestand der 41-Jährige.

Aus dem Spiel heraus fast nichts zugelassen

Auch aus dem Spiel heraus ließen die Altstädter gegen nach dem Wechsel drückend überlegene Münchner nichts Nennenswertes zu. Bis auf die 44. Minute, als Furkan Kircicek beim ersten gut angesetzten Konter gegen eine kurzzeitig aufgerückte Bayreuther Deckung nach Vorarbeit von Kasim Rahibic alleine vor SpVgg-Torwart Kolbe haarscharf vorbei zielte – es war die erste richtige Gelegenheit der „türkischen Kraft“.

Und dann konnten sich die Gelb-Schwarzen immer auf ihren Torhüter Sebastian Kolbe verlassen, der bei diversen Weitschüssen des Aufsteigers glänzende Reaktionen zeigte und auch einen Zusammenprall mit Marco Holz Mitte der zweiten Halbzeit wegsteckte.

Das Kompliment für seine Defensivarbeit verdiente sich das Altstädter Team redlich. Kämpferisch wie läuferisch warfen die Altstädte alles in die Waagschale und schafften es dadurch, den Gegner weitgehend von der Gefahrenzone eigener Strafraum wegzuhalten. „Es war ein packendes, ein gutes 0:0“, resümierte im Anschluss auch Gästetrainer Rainer Maurer. „Und es waren eigentlich zwei Punkte zu wenig, die wir geholt haben. Wir hatten wohl gefühlte 17 Ecken, haben aber unsere Standards viel zu schlecht ausgeführt. Und dann bekommen wir den Elfmeter gegen uns. Ansonsten haben wir das Spiel bestimmt über 90 Minuten. Und am Ende ist ein Auswärtspunkt gegen eine solch heimstarke Mannschaft wie Bayreuth auch nicht schlecht.“

Statistik

SpVgg Bayreuth: Kolbe – Golla, Weber (80. Eder), Schwarz, Messingschlager – Weimar, Kracun (80. Sulmer), Wolf, Piller – Fenninger (86. Marinkovic), Knezevic.

Türkgücü München: Flückiger – Haas, Velagic, Sorge, Wächter – Erb, Holz, Kircicek (62. Weiß), Kirsch (86. Yilmaz), Rahibic – Yüksel (68. Hasenhüttl).

SR: Treiber (Neuburg/Donau); Ecken: 1:14; Zuschauer: 1704.

Gelbe Karten: Messingschlager, Kracun, Weber, Weimar, Knezevic / Erb, Holz, Yüksel, Hasenhüttl, Rahibic; Gelb-Rot: Messingschlager (90.+3).

 

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