Bei der Leipziger Filmemacherin Susanne Kim (42) kann man seinen eigenen „Dokumentarfilm im Kopf“ drehen, während der in Rom geborene Berliner Künstler Niels Betori Diehl (43) seine Gruppe in die experimentelle Architektur einführt. Für jeden der Workshops fanden sich Teilnehmer. Man sagt ja Hochbegabten nach, sie seien im Regelschulbetrieb oft unterfordert. Hier gibt man sich jedenfalls Mühe, sie zu fordern.
Abwechslungsreiche Woche
Am Montag war Tag des Kennenlernens, am Dienstag ging es zum Kajak fahren, der Donnerstag stand unter dem Motto der Wissenschaften – in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth – und am heutigen Freitag (Politik und Wirtschaft) treffen sich die Schüler mit Bürgermeister Uwe Raab zum Pizzaessen und besuchen die Sana-Klinik.
Auch mal unter Gleichgesinnten
Was machen die Schüler eigentlich am Abend? Der Tischfußball im Internat sei nicht nur am Vormittag verwaist, sagt Wagner. „Tatsächlich unterhalten sich die Schüler am Abend am liebsten“, tauschten sich aus über den Tag. Man ist eben dann auch einmal unter Gleichgesinnten.
Das Hochbegabtenseminar in Pegnitz
Ein „Ferienseminar für vielseitig interessierte und begabte Gymnasiasten“ wird in jedem Schulbezirk des Freistaates Bayern angeboten. Das Ferienseminar in Oberfranken findet in jedem Jahr in Pegnitz statt. Es gibt bis zu 30 Plätze für Schüler der 11. Jahrgangsstufe. Die Gymnasien in Oberfranken schlagen die Teilnehmer selbst vor. Kriterien sind – neben den schulischen Leistungen – vor allem besondere Begabung und vielseitige Interessen. Die Einladung selbst erfolgt dann vom Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Oberfranken, Harald Vorleuter.
Das Ferienseminar ist Teil der vernetzten Hochbegabtenförderung in Oberfranken. Weitere Bestandteile sind die Hochbegabtenklasse am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium in Bayreuth und die Hochschultage an den oberfränkischen Hochschulen.