Zu viele offene Fragen, sagt der Verteidiger. Er verlangt Freispruch. Doch das Schöffengericht entscheidet anders: zwei Jahre und vier Monate Haft. Zwei Monate sind dafür, dass der Angeklagte die Ex-Freundin bedroht hat.
Ein aufbrausender, emotionaler Angeklagter mit Motiv und ohne Alibi. Sein Auto wurde gesehen. „Diese Indizien reichen uns als Indizienkette aus“, sagt Richterin Kayser zu dem Urteil. Dazu seine Lüge, er habe sich in Bamberg im Bett befunden.
Auch an der Brandstiftung zweifelt das Gericht nicht, es vertraut den ermittelnden Beamten. „Ihr Versuch, den Brandermittler in die Nähe der Falschaussage zu bringen, ist falsch“, sagt Kayser mit Blick auf den Verteidiger.
Ende des Prozesses. Der Angeklagte dreht sich zu den Zeugen und Zuhörern um, die hinten im Gerichtssaal sitzen. Er ruft wütend: „Jetzt habt ihr endlich, was ihr immer wolltet!“
Gegen das Urteil kann der 35-Jährige Berufung oder Revision einlegen.