Rotes Kreuz Rettungshunde üben am Fichtelsee

Redaktion

Die Rettungshundestaffel des BRK-Kreisverbandes Bayreuth übte am vergangenen Samstag zusammen mit der Bayreuther Wasserwacht das Suchen und Retten von Personen am Fichtelsee.

Der Rettungshundestaffel des BRK-Kreisverbandes Bayreuth gehören derzeit 15 Hunde an, davon drei fertig ausgebildete Rettungshunde und 12 in Ausbildung befindliche Hunde. Die Vierbeiner sind als Flächensuchhunde oder als Mantrailer im Einsatz und in Ausbildung, heißt es in einer Mitteilung des BRK.

Als Rettungshund sind nahezu alle Hunderassen geeignet. In Bayreuth sind dies Border Collie, Deutscher Schäferhund, Dalmatiner, Australian Shepherd, Magyar Viszla, Petite Bleu de Gascogne, Parson-Russel-Terrier, Deutsch Drahthaar und auch Mischlinge.

Um als Rettungshund geeignet zu sein, darf das Tier nicht ängstlich sein. Es muss freundlich und aufgeschlossen gegenüber Menschen, lauffreudig sowie leistungsstark sein. Nach einer Ausbildungszeit von zwei bis drei Jahren und entsprechenden Prüfungen darf der Hund in den Echteinsatz.

Um die Ausbildung der jungen Hunde durchführen zu können und die ausgebildeten Rettungshunde auf einem hohen Leistungsstand halten zu können, ist ein Training oft mehrmals in der Woche erforderlich. Die Kameradinnen und Kameraden der Rettungshundestaffel suchen sich hier die unterschiedlichsten Übungsszenarien heraus, da ja auch der Echteinsatz nicht planbar ist.

Am letzten Wochenende stand eine gemeinsame Übung mit den Kräften der Wasserwacht am Fichtelsee auf dem Plan. Die Hunde sollten am Wasserrand suchen, ins Wasser gehen und sich an das Mitfahren im Wasserrettungsboot gewöhnen.

Taucher der Wasserwacht hatten sich in Uferrandnähe im Wasser treiben lassen, auf Felsen im Wasser hatten sich Helfer der Wasserwacht Bayreuth versteckt. Aufgabe der vierbeinigen Kameraden war es nun, die „hilflosen“ Personen aufzustöbern und ihrem Hundeführer den Fundort des Hilfsbedürftigen anzuzeigen. Diese Aufgabe lösten die eingesetzten zehn Hunde mit ihren acht Hundeführern mit Bravour.

Anschließend durften die Hunde mit „ihrem“ Menschen auf das Wasserrettungsboot der Wasserwacht und mit diesem für sie ungewohnten Transportmittel über den See fahren. Die Hunde waren überwiegend von dem für sie meist neuen Einsatzmittel begeistert und es machte ihnen sichtlich Spaß. Hierfür ist, wie so oft im Einsatz, ein großes Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit zwischen Tier und Mensch erforderlich.

Auch an tief im Suchflug befindliche Drohnen der Wasserwacht mussten sich die Hunde erst gewöhnen.

 

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