Yolanda Brown wirbelt über die Bühne, treibt ihre Band an. Sie tanzt und bläst. Mal mit dem Alt-, mal mit dem Tenorsaxophon. An einem Mikrofonständer hängen der Union Jack und die Flagge Jamaikas. Die fünf Musiker mischen Reggae, Funk und Soul. All das ergibt einen eigenen Stil, den die Musikerin Posh Reggae nennt. Posh, auf Deutsch pikfein oder auch vornehm – so wollen viele Briten sein. Posh - das sind die Wohlhabenden und Kultivierten ganz oben. Und dann der Reggae aus Jamaica. Stets erdig, schlicht und teils ungestüm. Eine Reaktion auf Konventionen. Südsee-Musik und Lebensart für ganz unten. Posh und Reggae sind eigentlich zwei Gegenpole, die sich nicht vereinen lassen.
Posh Reggae Yolanda Brown hat Puste ohne Ende
Von Udo Bartsch 06.10.2019 - 13:50 Uhr