Die große Frage – „Wie geht es weiter mit dem Traditionsgasthof ab 2025?“ – zog sich durch den ganzen Abend. „Das grundsätzliche Ziel ist, das Gebäude zu erhalten und in eine gute Zukunft zu führen“, stellte Bürgermeister Thomas Thiem in den Raum. Die Stadt hat das Gebäude 2018 nicht ganz freiwillig gekauft. Ein hoher NPD-Funktionär aus Baden-Württemberg wollte das Haus kaufen. Er beteuerte zwar, die Polsterbräu nicht für politische Zwecke nutzen zu wollen, doch setzte ein massiver Widerstand in der Bevölkerung ein. „Wir konnten mit zähen Verhandlungen mit allen Beteiligten in den Kaufvertrag eintreten“, erinnerte der Bürgermeister. Die Stadt machte von ihrem Vorverkaufsrecht Gebrauch, kaufte die Immobilie für 136 000 Euro und erhielt dazu einen Zuschuss von der Städtebauförderung in Höhe von 75 000 Euro. Der Pachtvertrag mit den Bewirtschaftern, der Familie Großmann, läuft Ende 2024 aus.
Polsterbräu Nankendorf Ein Juwel mit großem Sanierungsbedarf
Rosi Thiem 16.11.2023 - 17:07 Uhr