Phasen der Wechseljahre Wann beginnen die Wechseljahre?

Bettina Hartmann
Kopfschmerzen sind ein Symptom der Wechseljahre. Foto: dpa/Oliver Killig

Bei den einen passiert es schon mit Anfang 30, bei anderen erst ab Mitte 50: Generell lässt sich jedoch sagen, dass die Wechseljahre bei der Mehrzahl der Frauen mit Mitte 40 beginnen. Unterteilt wird diese Zeit in verschiedene Phasen.

Auch wenn es manchmal anders dargestellt wird: Die Wechseljahre sind eine ganz normale Lebensphase jeder Frau. In dieser Zeit kommt es zu hormonellen Schwankungen – und letztlich endet nach und nach die Möglichkeit, auf natürlichem Weg schwanger zu werden. Doch welche unterschiedlichen Abschnitte gibt es? Und was passiert da?

Die Prämenopause

Frauen erleben die Wechseljahre, die auch als Klimakterium bezeichnet werden, völlig unterschiedlich. Bei einigen kündigen sich die so zaghaft an und bleiben auch „zurückhaltend“, sodass sie fast nicht bemerkt werden. Anderer leiden stark. Es gilt die so genannte Drittel-Regel: Etwa ein Drittel hat heftige Beschwerden, ein Drittel leichte, und ein Drittel kommt ohne Beeinträchtigungen durch die Zeit.

Bei manchen Frauen setzen die Wechseljahre verfrüht ein, teils schon mit Anfang 30. Bei den meisten kündigt sich aber um das 40. Lebensjahr langsam ein Wechsel an. Die Eierstöcke etwa produzieren nicht mehr ganz so regelmäßig in jedem Zyklus eine reife Eizelle. Daher bleibt dann auch der Eisprung aus.

Mögliche Anzeichen sind zum Beispiel Brustspannen, Kopfschmerzen und Zyklusveränderungen, sprich eine kürzere, längere oder auch stärkere Periode.

Die Perimenopause

Diese Zeit ist quasi die Hochphase der Wechseljahre. Im Durchschnitt sind Frauen zu Beginn der Perimenopause 47,5 Jahre alt und sie dauert meist vier bis sechs Jahre. Da immer seltener Eizellen heranreifen, lässt auch die Östrogenproduktion, die in der Prämenopause noch konstant ist, immer mehr nach.

Der Körper versucht derweil, den Hormonmangel auszugleichen und schüttet bestimmte Stoffe aus – letztlich aber erfolglos. Es ist quasi dieses Aufbäumen, dieses veränderte Zusammenspiel der Hormone und Botenstoffe, das zu den typischen Anzeichen der Wechseljahre führt: Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen, Veränderung der Schleimhäute sowie noch stärkere Zyklusschwankungen als in der Phase zuvor, etwa mit Zwischen- und Schmierblutungen.

Die Menopause

Irgendwann ist es dann soweit: Die Vorräte an Eizellen gehen zu Ende, was schließlich dazu führt, dass der Eisprung ausbleibt. In Deutschland haben Frauen im Schnitt mit 52 ihre letzte Regelblutung – dieser Zeitpunkt wird als Menopause bezeichnet. Das Wort leitet sich aus dem Altgriechischen ab: „men“ heißt Monat und „pausis“ Ende.

Dass es die letzte Monatsblutung war, weiß man aber zunächst nicht. Zumal der Zyklus ja ohnehin unregelmäßig ist. Bliebt die Periode aber ein Jahr aus, dann ist klar, wann die Menopause war. Die Fruchtbarkeit ist nun beendet.

Obwohl sich der Körper auf das neue Hormonniveau einpendelt, kann es weiter zu Beschwerden kommen, etwa Gelenkschmerzen, Gewichtsveränderungen, Herzrasen oder Herzklopfen und Blutdruckschwankungen. Auch das Risiko für Osteoporose steigt. Immerhin: man muss nun nicht mehr verhüten.

Die Postmenopause

Doch auch nach der Menopause sind die Wechseljahre noch nicht ganz abgeschlossen: Zwölf Monate nach der letzten Periode beginnt die Endphase des Wechsels, die Postmenopause. In dieser Zeit beruhigt sich der Hormonhaushalt allmählich wieder. Vielen Frauen, die zuvor Beschwerden hatten, geht es nun wieder besser.

Doch durch den nun dauerhaft niedrigen Östrogenspiegel hat ein Teil der Frauen weiter Probleme. So etwa zunehmend trockene Haut und dünner werdendes Haar, Zunahme an Bauchfett, weiterhin Stimmungsschwankungen und Schlafprobleme.

 

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