Polizei verarscht
Nach Ansicht der beiden Ahorntaler „verarschen“ die Motorradraser die Polizei. Es ist bedauerlich, dass rund zehn Prozent der Bikerfahrer die anderen 90 Prozent in Misskredit bringen. Ausdrücklich Wert legte Werner Schubert, Vorsitzender von AWF-Kultur, der zusammen mit AFW-Vorsitzenden Sven Ruhl den Bürgertreff organisierte, dass die Aktion nicht gegen die „normalen“ Motorradfahrer gerichtet ist, die durch Glashütten in die Fränkische Schweiz fahren und sich an die Verkehrsregeln halten.
Diese sind in Glashütten herzlich willkommen, so Schubert. Die Kritik der Freien Wähler richtet sich gegen die Biker, die vor allem im Sommer mittlerweile aus ganz Deutschland kommen und meist vom Standort in Höhe der katholischen Kirche am Ortsende von Glashütten aus bis zum kurvenreichen Bereich im Glashüttener Forst hochrasen und illegale Rennen veranstalten.
Keine Sonntagsruhe
Ausgerüstet mit Helmkameras, deren Aufnahmen dann noch ins Internet gestellt werden, wird losgefahren, wenn über Funk grünes Licht gegeben wird, das heißt die Straße für einen kurzen Moment frei ist. Bereits am Ortsschild haben diese die doppelte Geschwindigkeit. Die Lärmbelästigung ist dabei gewaltig, da oftmals die Schalldämpfer ausgeschaltet werden. Mit der Sonntagsruhe in Glashütten ist es durch den Motorradraser vorbei.
Die Polizei sollte, so die Forderung der Freien Wähler, verstärkt am Wochenende, statt unter der Woche um 8 Uhr früh, kontrollieren. Darauf sollte die Polizei verzichten.