Abseits will keiner sein
Auf den Wiesen um Pottenstein wirkt Schäfer Konrad Stiller und in Pretzfeld lebt Schäfer Stefan Dorn, der schon bis ins Waischenfelder Gebiet vorstößt. „Aber auf Abseitiges, da kriegen Sie keinen Menschen hin.“ Ein Hoffnungsschimmer steht am Horizont, weil ein Ziegenfreund aus Baden-Württemberg herziehen will. Doch der braucht einen leeren Hof und 30 Hektar Land. „In Ringau wäre eine Hofstelle“, so Teckelmann. „Dann könnte er rund um Plankenfels und Waischenfeld unsere Biotope beweiden.“ Teckelmann erklärt die Mähvorschriften für Biotope: Entweder man mulcht im Frühjahr, so dass das liegen bleibende Schnittgut bis zum Herbst verrotten kann, „sonst ergibt es einen Grasfilz, der alles erstickt“, oder es wird in der zweiten Julihälfte gemäht, wenn die Samen abgefallen sind. Dann muss aber das Heu weggefahren werden.Er zeigte auch ein Hangmoor, wo es nur mit der Motorsense geht, und weist auf eine Gruppe junger Zitterpappeln daneben. Sie sollen weg, um einen Ladestreifen fürs Heu frei zu halten. Das ist aber nicht einfach, weil eine einzige gefällte Zitterpappel 100 Quadratmeter Pappelgebüsch auslöst.