Fremde Sheriffs sind weniger korrupt
Pegnitz greift dabei gemeinsam mit Auerbach auf die Hilfe eines externen Unternehmens zurück: der Verkehrsüberwachung Oberpfalz Mitte. Zwischen 4000 und 9000 Euro pro Monat wird das voraussichtlich kosten und habe zwei Vorteile: Man spare sich die Personalverantwortung, zudem hätten „die Personen, die diese Dienstleistung erbringen, einen größeren Abstand zur hiesigen Stadtgesellschaft“ und könnten „neutraler auftreten“, sagt Raab.
Und auch Jürgen Zinnert aus Bad Berneck argumentiert mit geringeren Kosten. „Sonst müsste jede Gemeinde die Infrastruktur selber schaffen, sie bräuchte Personal für Überwachung, Abrechnung, einen Büro-Arbeitsplatz, Hard- und Software.“ Weil sich das nicht lohnt, überwacht das Personal der Stadt Marktleuthen die Bernecker Parkplätze mit.
Zweckverband darf keine Verstöße ahnden
Die Begründung aus dem Landratsamt, warum die Überwachung der beiden Parkplätze an den Ochsenkopf-Talstationen ausgelagert wurde, ist etwas einfacher: Das Personal des Zweckverbands darf Parkverstöße nicht ahnden.
Einnahmen bringen dem Zweckverband deshalb nur diejenigen Autofahrer, die brav ihre Gebühren zahlen. Die 19,90 Euro für Xaver Spanrads Strafzettel hingegen, die blieben nicht in der Region. Sie flossen an das Überwachungsunternehmen. In Düsseldorf.