Oldschdod-Heimspiel Dresdner Fanmarsch vom Bahnhof zum Stadion

Über 3000 Dresdner Fans werden am Samstag in Bayreuth erwartet. Foto: imago images//Steffen Kuttner

Über 7000 Karten sind für das Spiel der SpVgg Bayreuth am Samstag schon abgesetzt. Fast die Hälfte kommt aus Dresden, darunter 400, die besonders beobachtet werden.

Wenn in den kommenden Tagen nicht noch ganz viele Bayreuther Eintrittskarten für das Heimspiel der SpVgg gegen Dynamo Dresden lösen, wird der Support der Fans in dem Drittligaaufeinandertreffen in etwa ausgeglichen sein.

Die Sicherheitsbeauftragte der Spielvereinigung, Jennifer Schuck, sagte am Mittwoch bei der Sicherheitsbesprechung mit den beteiligten Organisationen und Behörden, zurzeit seien rund 7200 Tickets abgesetzt, rund 3300 sind an Dresden gegangen. Wie bereits berichtet, war die Nachfrage aus Sachsen sehr groß, sodass die SpVgg das Dresdner Kartenkontingent aufstockte.

Wichtige Aufgabe für Bundespolizei

Die Sicherheitsbesprechung im VIP-Raum des Hans Walter Wild-Stadions ist eine Routineangelegenheit, es gibt sie vor jedem Heimspiel . Sie dient dem Informationsaustausch und der Synchronisierung der für die Sicherheit rund ums Spiel beteiligten Behörden und Organisationen. Feuerwehr, Rettungsdienste, Fanbeauftragte beider Vereine und andere nehmen teil.

Stark vertreten war diesmal eine Abordnung der Bundespolizei in Selb mit ihrem Chef Andre Gügel. Den Bundespolizisten kommt eine wichtige Aufgabe zu: Begleitung und Sicherung einer bestimmten Gruppe von Dresdner Fans. Die sogenannten Ultras, rund 400 Personen sollen es sein, werden nach bisherigen Erkenntnissen per Zug anreisen.

"Alle in Bomberjacke!"

Diese Ultras hatten bei einem Heimspiel in Dresden ein Banner aufgehängt: „Alle mit dem Zug nach Bayreuth! Alle in Bomberjacke!“ Der Ultra-Zug soll um 12.30 Uhr am Bayreuther Hauptbahnhof eintreffen. Polizeieinsatzleiter Benjamin Böhm erwartet einen Fanmarsch zum Stadion, seine Einsatzkräfte werden den Marsch begleiten, möglicherweise werde die Albrecht-Dürer-Straße gesperrt. Um die Lage etwas zu entzerren, schlug Böhm vor, die Öffnung des Stadions vorzuverlegen. Sie soll nunmehr anstatt um 12.30 um 12 Uhr sein.

Der allergrößte Teil der Gästefans soll im dafür vorgesehen Gästeblock – Kapazität: 3600 Menschen – seinen Platz finden, nur wenige auf der Haupttribüne. Hier hatte es beim Heimspiel gegen Essen eine kurze Randale gegeben. Der betreffende Tribünen-Block soll diesmal mit einem Netz abgetrennt werden, sagte SpVgg-Geschäftsführer Michael Born.

180 Ordner

Was die Sicherheit rund um ein solches Spiel kostet? Der für öffentliche Sicherheit zuständige Rechtsreferent Ulrich Pfeifer sagte auf Nachfrage: „Schwer zu beziffern.“ Auch Polizeieinsatzleiter Böhm sagt: „Wie soll man das genau berechnen?“ Was der Dresden-Einsatz die Spielvereinigung kosten wird: Geschätzt rund 25.000 Euro, sagte Geschäftsführer Born.

Der Verein wird insgesamt 180 Ordner aufbieten, der größte Teil vom externen Sicherheitsdienst „Empire“. Dazu kommen etwa 18 Ordner von Dynamo Dresden, die vorwiegend am Gästeblock eingesetzt werden sollen.

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