Wagners berühmte romantische Oper, uraufgeführt 1850 in Weimar, erzählt die Geschichte der Elsa von Brabant und ihres „Schwanenritters“ Lohengrin. Das Libretto lässt sich in dem Buch komplett nachlesen und wird illustriert von mehr als 50 Entwürfen, die die Bildsprache der beiden Leipziger Künstler deutlich machen. Fast alles ist in Blau gehalten, kontrastiert nur von dem starken Orange im Münster-Bild mit Elsa und ihrer Widersacherin Ortrud.

Bei der Festspielpremiere 2018 dirigierte Christian Thielemann erstmals in Bayreuth den „Lohengrin“. „Neo Rauch und Rosa Loy erzählen mit heutigen Mitteln eine alte Geschichte, und wie sie das machen, in ihrer ureigenen Ästhetik, das hat mir ungemein gefallen“, schreibt er in einem einführenden Text. In diesem Jahr fielen die Bayreuther Festspiele und damit auch der „Lohengrin“ der Corona-Pandemie zum Opfer. Ob es 2021 wieder Aufführungen geben wird, vermag gegenwärtig niemand sicher zu sagen. Der schöne Band ermöglicht es, sich immerhin optisch mit der aktuellen Bayreuther „Lohengrin“-Inszenierung zu beschäftigen.