Überraschender Wechsel Neuer Geschäftsführer bei Medi Bayreuth

Einvernehmlich wirkt der Führungswechsel bei Medi Bayreuth: Alleingesellschafter Carl Steiner begrüßt Johannes Feuerpfeil als neuen Geschäftsführer und verabschiedet dessen Vorgänger Björn Albrecht (von links). Foto: Sven Ammon

BASKETBALL. Kurz vor dem Saisonstart mit den Spielen um den BBL-Pokal ab 17. Oktober und dem ersten Bundesliga-Punktspiel gegen Bonn am 7. November meldet Medi Bayreuth eine überraschende Personalentscheidung: Am 1. November wird es einen Wechsel auf dem Posten des Geschäftsführers geben.

Demnach scheidet Björn Albrecht nach zweijähriger Tätigkeit aus dem Amt. „Nach 16 Jahren in Führungspositionen im Profisport habe ich die Chance, beruflich einen neuen Weg einzuschlagen, und daher mit dem Klub die Beendigung der Zusammenarbeit zum Ende Oktober vereinbart“, wird der 40-Jährige, der zuvor im Management von Brose Bamberg tätig war, in der Medi-Mitteilung zitiert. „Die vergangenen beiden Jahre an diesem tollen Standort waren für mich sehr lehr- und ereignisreich. Gerade die Corona-Krisensituation der vergangenen Monate hat alle Beteiligten sehr stark gefordert und uns alles abverlangt.“ Die Spielbetrieb-GmbH sei aber „gut aufgestellt, um weiterhin stabil durch die Krise zu kommen“. Das gelte nicht zuletzt „mit diesen tollen Fans und Sponsoren im Rücken“: „Nachdem wir die Organisation nun in ruhiges Fahrwasser gebracht haben, kann ich die Verantwortung in andere Hände legen.“ Die Arbeit im Klub sei „eine Freude“ gewesen.

Die Komplimente gibt Carl Steiner zurück: „Wir haben uns gegenseitig weitergebracht und dabei auch die bisher schwerste Zeit im Sport mit dem Lockdown durch die Corona-Pandemie gemeistert“, äußert der Alleingesellschafter der GmbH. „Ich wünsche Björn alles Gute für sein weiteres privates Leben und seinen beruflichen Werdegang und bin mir sicher, dass wir uns in der ein oder anderen Basketballhalle wieder über den Weg laufen werden.”

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Zwei Jahre lang Eishockeyspieler beim EHC

Ebenso bemerkenswert wie der Abschied des Geschäftsführers ist auch die Wahl seines Nachfolgers. Schließlich ist Johannes Feuerpfeil erst 26 Jahre alt. Geboren im nordrhein-westfälischen Viersen (30 Kilometer westlich von Düsseldorf), kam er im Sommer 2014 nach Bayreuth – nicht nur um Betriebswirtschaftslehre zu studieren, sondern auch um beim EHC in der Oberliga Eishockey zu spielen. Mit seiner Ausbildung im Nachwuchs des Krefelder EV absolvierte er für die Bayreuther innerhalb von zwei Jahren 81 Einsätze in der dritthöchsten Spielklasse und erzielte dabei vier Tore.

Nach dem Ende dieser Episode und dem Abschluss des Studiums begann im Sommer 2017 die berufliche Laufbahn von Johannes Feuerpfeil bei Medi Bayreuth. Zunächst übernahm er den Aufgabenbereich von Uwe Miersch als Leiter der Geschäftsstelle, und zuletzt war er als Referent der Geschäftsleitung tätig.

Der Wechsel an die Spitze der Organisation bedeutet nun schon den nächsten großen Schritt für den 26-Jährigen, was der Klub als Beleg für seine Philosophie der „Heroes of tomorrow“ (Helden von morgen) verstanden wissen will. „Zunächst einmal möchte ich die Gelegenheit nutzen, um mich bei Carl Steiner und dem gesamten Aufsichtsrat für das mir entgegengebrachte Vertrauen zu bedanken“, äußert sich Feuerpfeil entsprechend bescheiden. „Für einen Klub mit solch großartigen Fans und Sponsoren nun in dieser Position arbeiten zu dürfen ist für mich persönlich eine große Ehre.“ Dank der „sehr guten Arbeit in den letzten Jahren“ sei am Standort Bayreuth bereits „eine sehr professionelle Basis“ geschaffen worden: „Auf dieser gilt es nun aufzubauen und die Entwicklung des Klubs in allen Bereichen weiter voranzutreiben. Genau dies möchte ich gemeinsam mit meinen Kollegen im Backoffice und mit einem hohen Maß an Leidenschaft erreichen.”