Vor Corona war bei Jochen Schoberth zu Hause immer was los: Entweder produzierte er gemeinsam mit Künstlern Songs oder empfing auf seiner Bühne Musiker vor Publikum. Dann waren es schon mal durchaus 30 bis 50 Zuschauer, die durch Schoberts Künstler-Anwesen in Wendelhöfen tanzten. „Gerade ist das natürlich unmöglich, aber wir wollen trotzdem Musik machen“, sagt Jochen Schoberth, der am Wochenende Bühne und Technik für den afrikanischen Musiker Urbain N’Dakon zur Verfügung stellt.

Live im Stream in der öffentlichen Facebookveranstaltung „Music streaming – Spendenaufruf – Afrikanische Melodien“ haben Musikliebhaber dann am Samstag, 6. Juni, ab 20.30 Uhr die Möglichkeit, sich kostenlos zuzuschalten. Zu sehen sein werden Sänger Urbain N’Dakon selbst an der Gitarre, Patrick Martin an Saxophon und Djembé, sowie Francois Chukwuemeka an Geige und Djembé.

Mit mehreren Kameras möchte Jochen Schoberth dem Konzert den Rahmen geben, den es verdient: „Zusätzlich überlegen wir, ob wir durch den Abend hindurch auch moderieren werden“, sagt Schoberth. Immerhin gehe es auch um ein wichtiges Thema, denn das Konzert soll auch Plattform für einen Spendenaufruf sein. Momentan befinden wir uns nämlich in der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft. Die Vereinten Nationen haben damit alle Länder aufgefordert, ambitionierte Maßnahmen zur „Beendung aller Formen von Rassismen und Diskriminierungen gegen Menschen afrikanischer Herkunft in der Welt“ zu unterstützen.

In diesem Rahmen initiiert der Verein „Maat-GWÖ – Gemeinwohl-Ökonomie Afrika“ das Projekt „Maat-Invest“ für die Gründung einer Investitionsgenossenschaft von und für Menschen afrikanischer Herkunft. Mit dem Musik-Streaming sollen Spenden für die Gründung dieser Investitionsgenossenschaft gesammelt werden.

Für Jochen Schoberth hat das Online-Format aber auch abseits von Spendenaufrufen Zukunft: „Musiker könnten bei mir ihre Basictracks einspielen und dabei live gehen – so hätten alle was davon.“