Austausch von Erfahrungen
Die drei sind Teil der MS-Selbsthilfegruppe, die es schon seit einigen Jahren gibt, die aber eingeschlafen war. Zuletzt kamen nur noch drei Betroffene. Nun wird die Gruppe wiederbelebt. Zu den Treffen einmal im Monat kommen jetzt wieder sechs Betroffene. Viele MS-Kranke, erzählt Kuhn, hätten Angst, dass bei den Treffen nur gejammert würde. „Das ist außen vor.“ Egli ergänzt, dass es ja auch nichts nützt. Es geht stattdessen um den Austausch von Erfahrungen. Um Tipps für den Alltag. Um Verständnis füreinander ohne viele Worte, wenn etwas MS-bedingt nicht klappt. Aber es geht auch um Spaß. Vor allem können die MS-Kranken über gesunde Menschen lachen. „Wir amüsieren uns alle darüber, wenn sie sich mit Betroffenen unterhalten und sagen: ,Ja, das hab ich auch‘“, so Kuhn. Aber auch Späße über die eigene Krankheit gehören dazu. „Es ist gut, wenn man darüber lachen kann“, sagt die 54-Jährige.