Der „Nordbayerische Kurier“ berichtete in der Ausgabe vom 16. April 1968 von der Bayreuther Beatband „Dixi“. Die Band erfreute sich immer größerer Beliebtheit und spielte bereits zwischen Marktredwitz und Pegnitz auf zahlreichen Festen und Veranstaltungen. Die fünf Bandmitglieder um Leadgitarrist Wolfgang Strömsdörfer probten in den Räumen der „Rosenau“.

Bei Glatteis an einem Berg hängengeblieben

An den Wochenenden ging es dann im VW-Bus auf Tour. Dabei gerieten die fünf jungen Männer mitunter in kuriose Situationen. „Einmal sind wir im Winter bei Glatteis an einem Berg hängengeblieben“, erinnerte sich der Manager, Karl-Heinz Friedrich. Sechs weitere Fahrzeuge mussten hinter dem Bandbus anhalten und kamen dann ebenfalls nicht mehr weiter.

Den Musikern blieb nichts anderes übrig, als nacheinander alle sieben Fahrzeuge den Berg hochzuschieben. „An Frühsport fehlt’s uns also nicht. Die Geschichte hat sich um drei Uhr morgens abgespielt“, erzählte Friedrich. Solche Erfahrungen schweißten die Bandmitglieder letztlich fester zusammen. Schon bald hatte sich „Dixi“ einen Fankreis in der Region aufgebaut. Für das Jahr 1968 waren sie etwa komplett ausgebucht.

Friedliche Demo gegen Atombomben

In derselben Ausgabe berichtete der Kurier vom Bayreuther Ostermarsch des Jahres 1968. Immerhin 250 Menschen marschierten durch die Bayreuther Innenstadt, darunter auch einige, die mit Reisebussen von auswärts angereist waren. Sie alle demonstrierten friedlich gegen die Atombombe, Notstandsgesetze und politische Morde.

Es gab keine Ausschreitungen und auch keine Gegendemonstrationen. Nur der Straßenverkehr litt an einigen Stellen: es bildeten sich lange Autoschlangen im Osterverkehr, wenn die Demonstranten vorbeizogen. Auf den Plakaten und Transparenten, die die Demonstranten mit sich führten, standen Texte wie „King, Ohnesorg, Dutschke, wer ist der nächste?“ oder „Unser Nein zur Bombe ist ein Ja zur Demokratie“. Vor der Rotmainhalle sammelten sich die Demonstranten. Eine Schlusskundgebung fiel allerdings aus, weil der Redner aus Nürnberg nicht auftauchte.