M2-Prozessoren Apple stellt neue Macbooks vor

Jörg Breithut
Mehr Leistung mit M2-Prozessoren: Apple hat neue Macbook-Modelle vorgestellt. Foto: Apple

Mit den neuen M2-Chips werden Macbooks schneller, aber auch teurer. Das Topmodell mit allen Extras kostet fast 8000 Euro. Die Auflösung der Kameras bleibt aber mickrig.

Apple verpasst seinen Macbooks und dem Mac Mini einen Temposchub. An den Gehäusen ändert sich kaum etwas. Aber unter der Haube der Rechner steckt nun der M2-Prozessor. Der Konzern aus Cupertino hat am Dienstag zwei neue Laptops und einen neuen Desktop-Rechner vorgestellt.

Im neuen M2-Pro-Prozessor arbeiten je nach Modell bis zu 38 Grafikkerne. Die M2-Chips treiben ein neues Macbook mit 14 Zoll und eines mit 16 Zoll an. Die Laptops sollen eine Akku-Laufzeit von bis zu 22 Stunden haben.

Über den HDMI-Ausgang können nun auch 8K-Monitore angesteuert werden. Dann darf allerdings höchstens ein Monitor angeschlossen werden. Mit einer 6K-Auflösung lassen sich zwei externe Bildschirme über den Thunderbolt-Anschluss betreiben. Außerdem unterstützen die neuen MacBooks den modernen WLAN-Standard 6E.

Frontkamera weiterhin nur mit Full-HD-Auflösung

Apple setzt bei allen Modellen weiterhin auf das so genannte Liquid Retina XDR Display. Auch an der Frontkamera ändert sich nichts: Die Auflösung für Videokonferenzen bleibt mit einer Facetime-Kamera in Full HD eher mickrig.

Das MacBook Pro soll mit dem M2 Pro etwa 20 Prozent schneller laufen als mit dem M1 Pro. Die Grafikkarte liefert nach Angaben von Apple bis zu 30 Prozent mehr Leistung und die Neural Engine soll bis zu 40 Prozent schneller arbeiten.

Die Preise haben es in sich: Das 14-Zoll-Macbook kostet in der kleinsten Ausführung mit dem M2 Pro rund 2400 Euro, für das Modell mit M2 Max werden mindestens 3700 Euro fällig. Das 16-Zoll-Modell startet in der Basisvariante bei 3000 Euro. Mit dem M2 Max und voller Ausstattung kostet der Rechner etwa 7600 Euro.

Mac Mini soll Videos mehr als doppelt so schnell rendern

Auch der Mac Mini bekommt neue Prozessoren verpasst. In dem Desktop-Rechner steckt entweder die Basisversion des M2-Chips oder die Pro-Version. Im Vergleich mit dem Vorgänger soll der Mac Mini bis zu 2,4-Mal schneller Videos rendern, Filter in Photoshop bis zu 50 Prozent schneller ausführen und Spiele wie „Resident Evil: Village“ bis zu 35 Prozent beschleunigen.

Vom Vorgänger kaum zu unterscheiden: Auch im neuen Mac Mini stecken M2-Prozessoren. Foto: Apple

Der Mac Mini hat zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse und unterstützt bis zu zwei Monitore. Das Modell mit M2 Pro hat vier Thunderbolt-4-Buchsen, versorgt bis zu drei Displays und kann erstmals auch einen 8K-Monitor ansteuern. Alle neuen Mac Mini empfangen WLAN über den Standard 6E.

Die kleinste Ausführung des neuen Mac Mini kostst 700 Euro. Für die Variante mit M2 Pro und 16 Gigabyte Speicher werden knapp 1600 Euro fällig.

 

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